Barfuss im Regen

ist eine Liedzeile eines sehr alten Songs von Michael Holm – aufgenommen ca. 1970. Also nichts, wass Ihr jüngeren meiner Zielgruppe kennen müsst. Aber der jüngste „Anschlag“ auf den amerikanischen Präsidenten erinnerte mich daran. Warum? Weil man wohl in Zukunft ausschliesslich barfuss dem US-Präsidenten gegenüber treten darf. Ich frage mich, ob die Anreise schon auf Socken erfolgen muss, oder ob es vor dem Raum in dem die Pressekonferenzen stattfinden – wie in islamischen Moscheen – einen Raum geben wird, in dem die Besucher ihr Schuhwerk deponieren können. Insofern könnte man davon ausgehen, dass dieser Ausdruck der freien Meinungsäusserung eine Annäherung der Relegionen startet 🙂

Aber ich sehe schon die nächste Gewaltmöglichkeit. Schlagzeile: „Reporter verhindert Pressetermin wegen Stinkesocken“.

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Ich fordere wie Schäuble

eine Änderung eines Wahlgesetzes: Ich fordere die Wahlgesetze zur Wahl der Bundes- und Landesregierungen zu ändern!

Es wird über mangelnde Wahlbeteiligungen gejammert, aber die Zahl der Nichtwähler ist eine Grösse, die nur 2-3 Tage nach der Wahl in den Medien und somit in den Köpfen der Menschen präsent. DIES könnte man ändern, indem man die Sitze absolut an die stimmberechtigten Wähler und nicht an die abgegebenen, gültigen Stimmen bindet.

Das würde dazu führen, dass derzeit nur 77,7% der Plätze des Bundestags – bei Anwesenheit aller Parlamentarier – besetzt wären. Was wiederum zu massiven Ersparnissen in Bezug auf Aufwandsentschädigungen, Papierkosten für Drucksachen und anderem „Kleinkram“ führen würde. Teile der Büro bräuchten nicht geheizt und beleuchtet werden – was zu Energie und Kosteneinsparungen führen würde.

Wenn also nur 50% der Wahlberechtigten wählen gehen, wäre das Parlament nur zu 50% voll. Die so nicht in die Regierung „rutschenden“ Politiker hätten ein viel deutlicheres Interesse Wähler zu motivieren. ihre Stimme abzugeben. Was haltet ihr davon?

Wenn der Schäuble wählen lassen kann, wie er will, dann möchte ich das Recht auch haben.

Bevor Du heiratest, schau dir die Eltern an

Diesen Spruch schnappte ich einmal als Teenager auf. OK, die Aussage ist ungerechtfertigt, da sie beeinhaltet, dass ein Nachkomme nicht von den Fehlern der Altvorderen lernen kann. Ich gestehe, ich bin Raucher und sehr-sehr stolz darauf, dass meine beiden Töchter nicht dieser Sucht fröhnen. Die Grosse ist darüberweg und so wie die Kleine mit mir schimpft, besteht nur eine winzigste Gefahr, dass sie selbst mal irgendwann mit dem Inhalieren von Tabakrauch anfängt.

Aber DAS sollte gar nicht die Message dieses Eintrages sein. Ich kam – frag mich bitte keiner wieso – auf diesen Satz, als ich Leserbriefe der „Welt“ las. Wenn diese frontallobotomierte Leserschaft, die da online kommentiert, die Zielgruppe der Welt ist, sagt dies viel aus über die Ausrichtung dieser Zeitschrift. Denn eine Zeitschrift und ihrer Leser bilden in gewisser Weise eine Symbiose: Die Zeitschrift versucht exakt ihre Zielgruppe zu adressieren und die Zielgruppe dankt es mit dem Kauf der Zeitschrift und meist auch mit der Übernahme der Aussagen als „Wahrheit“.

Wenn ihr mal wirklich lachen wollt (oder euch gruseln), dann lest die Kommentare der Onlineausgabe der Welt: Wenn über Hartz-IV Empfänger, Menschen mit Migrationshintergrund und jedwede Bevölkerungsgruppe hergezogen wird, die man mittels des betreffenden Artikels gerade als „Opfer“ adressieren kann. Auch politische Parteien und ähnliche sind gern als Opfer auszumachen.

OK, ich gebe zu, ich tue dies hier auch gern und oft. Allerdings ist es meist auch eine Frage des Stils, wie man soetwas tut. Die Art, wie es die Welt-Leser tun, ist einfach nur …… bemerkenswert. Schaut rein und macht euch euer eigenes Bild.