Mehdorn endlich auf Abstellgleis?

Die FAZ meldet:

Bahnchef Hartmut Mehdorn hat seinen Rücktritt angeboten. „Ich habe dem Aufsichtsratsvorsitzenden die Auflösung meines Arbeitsvertrages angeboten“, sagte Mehdorn am Montag auf der Bilanzpressekonferenz des Staatsunternehmens in Berlin. Er übernehme als Vorstandschef die Verantwortung für die Datenaffäre, erklärte jedoch zugleich: „Es handelt sich hier nicht um einen Datenskandal.“

Nein Herr Mehdorn, ganz gewiss kein Datenskandal, weil SIE schliesslich definieren, was gut und was böse ist. Aber mal einen Tipp: Schaun sie mal runter auf die Strasse, dort laufen Menschen wie ich – nicht abgehobene Macht-Menschen wie sie, die Gesetze auslegen wie es ihnen am besten in den Kram passt.

Schnell noch den goldenen Händedruck kassieren, ein paar Milliönchen gibt man dem Mähdorn bestimmt noch in die Hand und dann aufs Altenteil. Am Hungertuch wird Mehdorn  gewisse nicht nagen müssen.

Sommerzeit – warum WordPress doof ist

WordPress, ein vielgenutztes CMS für Blogs nervt manchmal ganz schön gewaltig. Mit Aktivierung der Sommerzeit stimmen mal wieder die internen Statistiken nicht.

Der Grund ist recht banal: „Unfortunately, you have to manually update this for Daylight Savings Time. Lame, we know, but will be fixed in the future.“ Diesen Text findet man im Admin-Menu „Settings -> General“ und dort muss der Blogbetreiber manuell auf „UTC+2“ umstellen, damit auch die interne Engine von WordPress wieder sauber die Logfiles erstellt.

Mental note to self: Mal schaun, ob dieser Dreck ENDLICH gefixt ist, oder ich zur Umstellung auf Winterzeit wieder kopfkratzend am Terminal sitze.

Wenn zwei das Gleiche tun, ist es nicht das Selbe!

Gerade stolpere ich über einen Artikel bei Heise, in dem es darum geht, dass die Engländer die Hosen voll haben:

Während aus Kanada die Analysen über das „Ghostnet“ kommen, das auch Regierungsrechner infiziert haben soll, warnen britische Geheimdienste, dass China die Möglichkeit erlangt haben könnte, wichtige Infrastruktur in Großbritannien wie Telekommunikationsnetze oder Stromversorgung lahmzulegen. Nach einem vertraulichen Bericht, von dem die Times berichtet, könnte vor allem das neue Kommunikationsnetzwerk von BT gefährdet sein. Die Geheimdienste vermuten, dass Techniken vom chinesischen Telekomkonzern Huawei benutzt werden könnten, um Störungen zu verursachen. Von diesem stammen zentrale Bestandteile des 10 Milliarden Pfund teuren Netzwerks. Zwar habe BT Vorkehrungen vor Angriffen von Hackern oder dem organisierten Verbrechen getroffen, aber diese könnten möglicherweise keinen Schutz „vor gezielten Angriffen durch China“ bilden.

Ach, chinesische Technik ist böse? Andere (westliche Technik) ist gut? Das mag ich so im Raum nicht stehen lassen.

Blättern wir mal ein paar Jahre zurück – so in Richtung Mitte des Jahres 2000. Ichbefand mich in Brüssel zu einem technischen Trainiung des Herstellers Lucent Technologies, Thema waren Firewalls und VPN. Unsere Trainer waren echte Spezies, kein billiges Marketingvolk, sondern Techniker aus der Produktentwicklung. Was lag also näher, als einen der Techniker (den ich schon längere Zeit kannte), die Frage zu stellen: „$Mitarbeiter, es gibt Gerüchte, dass alle Firewalls über Zugriffe verfügen, die es euren Regierungsbehörden erlauben, jederzeit auf die Maschinen zuzugreifen“. Die Antwort war salomonisch: Vorsichtig, korrekt aber dennoch aussagekräftig:“Wenn dem so wäre, dürfte ich es DIR ganz sicher nicht erzählen. Also sage ich dir nichts zu dem Thema“.

Wo also ist das Problem? Macht es für ein Unternehmen einen Unterschied wer mit einem Fuß in seinem Netzwerk steht und seine Daten mitliest? Wo ist der Unterschied, ob die Israelis meine Daten mitlesen (Checkpoint), die Amerikaner (Lucent, Watchgard und andere) oder eben die Chinesen?

DAS die Amerikaner Wirtschaftsspionage mittels ihres Systems Echolon betreiben ist nun wirklich nicht neu. Wenn sie dieses gegen Frankreich einsetzen, wer wäre so blauäugig davon auszugehen, dass sie nicht auch andere Mittel nutzen ihren Vormachtsstatus auf diesem Planeten zu erhalten?

Und mal ehrlich: Welche technischen Komponenten werden denn NICHT im fernen Osten gefertigt? Globalisierung ole