Feste Jungs, immer weiter so

ihr kriegt noch alles kaputt….

Die Tagesschau berichtet heute über die Pariser „Schule für Wirtschaftskrieg“, in der die Absolventen auf den Krieg im Wirtschaftsleben vorbereitet werden. In der Schule wird man vorbereitet

Auf aggressive Firmen aus den Schwellenländern besonders aus China, auf Destabilisierungskampagnen, auf Manipulationen von Aktienkursen, auf Imageschäden, die heute mehr schaden als klassische Industriespionage.

Tolle Sache das. Das Feuer löschen, indem man nicht das destabilisierende Moment ausschaltet, sondern selbst zu einem wird. Zwar wird der Direktor der Schule mit den Worten

„Wir bilden hier aber keine Kriegsstifter aus. Man muss die Dinge aber verstehen lernen, Gleichgewichte schaffen. Wir müssen die Krisen vorhersehen, denn sie können letztendlich zu Spannungen und Krieg führen.“

zitiert, allerdings weiss ich aus eigener Erfahrung nur zu gut, dass dieses eine Floskel ist, die nahezu ausschliesslich
genutzt wird um den eigenen Ruf zu erhalten. Im Sportstudio heisst es:;“ Ich zeige euch ein paar tödliche Griffe, damit ihr euch vor ihnen schützen könnt“, beim Militär gibt es Ausbildungsstunden in Bereichen die einen darauf vorbereiten sollen, was „böse Gestalten“ machen könnten, um einen selbst zu schädigen. Man muss ja vorbereitet sein. Aber muss man die AUSFÜHRUNG dafür trainieren?

Bitte demütige mich

DSDS die bekannteste deutsche „Bitte demütige mich“-Show darf kein Casting im Bremer Rathaus veranstalten, weil:

der hämische und beleidigende Stil des Wettbewerbs passe nicht zum Rathaus, da die Kandidaten von der Jury „gezielt erniedrigt“ würden.

So wird zumindest der Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) vom Spiegel zitiert.

Nun mag das Rathaus der altehrwürdigen Hansesstadt Bremen (wir müssen da zusammenhalten) sich wohlwollend von dem allgemeinen Trend der Politik abheben, auch ist die Häme nichts was von der Politik offen dargeboten wird.

Aber ich kann mir schon vorstellen, dass so mancher Volksvertreter sich hämisch die Hände reibt, wenn er mal wieder etwaige Wirtschaftsinteressen auf eine Art und Weise durchgesetzt bekommen hat, dass es erstmal keiner merkt und er seinen persönlichen Vorteil daraus ziehen kann. Sei es auch nur durch das Versprechen, nach Ablauf der Amtszeit einen gutbezahlten Job bei Gazprom einem Unternehmen bekommt.

Auch was die Begrifflichkeit „gezielt erniedrigt“ angeht, fühle ich mich durch diverse umgesetzte Gesetze der letzten Zeit erniedrigt und zwar in der Form, dass meine mir zustehenden Rechte massiv beschnitten werden und meine Stellung als Individuum in dem Rechtesystem Deutschlands niedriger angesiedelt werden. Und dies geschieht – mit Verlaub – auch recht gezielt.

Wenn auswandern, dann Irland?

Irland ist eines der Länder die mir schon bei dem ersten Besuch sympatisch waren. Es ist dort für einen „nordic by nuture“-Menschen nicht zu heiss, die Menschen sind offen und nett und es gibt wirklich leckeres Bier. All dies ist aber nicht unbedingt ein Grund auszuwnadern. Allerdings wird in den letzten Tagen meine „Liebe“ zu der grünen Insel immer ausgeprägter. Erst schmettern die Iren die Umsetzung der Lissabon-Verträge ab und stürzen die Entscheider in  den EU-Gremien und den Ländern in tiefe Panik, nun kommen die Iren auch noch an und klagen vor dem europäischen Gerichtshof gegen die Vorratsdatenspeicherung. Unterstützung erhalten sie dabei von der Slowakei (dies ist für mich aber keine Alternativheimat.

Aber solange ich – stets nörgelnd – weiter in Deutschland weile, bleibt mir vorerst nichts anders übrig als weiterhin das leckere Bier und die fröhliche-irische Stimmung in meinem Lieblingspub zu geniessen.