Wer versucht die Webseite www.doof.de zu erreichen wird dort den typischen Text „Der Server unter www.doof.de konnte nicht gefunden werden“ zu sehen bekommen. Macht ja auch nichts.
Interessant aber ist die Antwort auf die Frage:“Wem gehört denn die Domain doof.de?“ Soll ich es verraten? Naja, die Überschrift sagt es ja schon: Dem Axel Springer Verlag.
ENTWEDER hat der Axel Springer Verlag diese Domain registriert, weil dort eine intellektuelle Version der Bild-„Zeitung“ unter einem ansprechenden Namen erscheinen soll oder aber die wollten dem Bildblog zuvorkommen 🙂
Gestren Abend – gegen 21:30 – schaute ich mit einem halben Auge zum TV und was ich sah fesselte meine Aufmerksamkeit: Der Nachrichtenmann des Senders Pro7 Michael Marx verlas eine Meldung, die ich (erfreulicherweise) gerade im Wortlaut beim Fernsehblog wieder fand:
„Ein ebenso faszinierendes wie auch grausames Phänomen erlebten gestern eine Hebamme und zwei Fachärzte im Geburtszimmer einer New Yorker Klinik: Nachdem sie den frischgeborenen Säugling entbunden hatten, stellten sie fest, dass das Neugeborene innerhalb kürzester Zeit altert. Ein Mitarbeiter konnte diese schrecklichen Szenen mit einer Kamera festhalten. Der Körper des Neugeborenen wuchs so schnell, dass er nur durch eine Not-OP per Kaiserschnitt geborgen werden konnte. Der Körper hatte die Maße eines ausgewachsenen Mannes angenommen. Der offizielle Leiter der Klinik meinte, es sei noch nicht klar, ob es sich um einen genetischen Defekt oder eine seltene Krankheit handele. Eindeutig sei jedoch, dass es hier um einen medizinischen Einzelfall geht. Inzwischen wurden Fachleute aus Medizin und Wissenschaft verständigt. Die Beratungen zu diesem höchst rätselhaften Fall dauern noch an. Bis zum 16. März soll eine Spezialeinheit zusammengestellt werden, die diesem Phänomen auf den Grund gehen will.“
„Weitere Informationen zu diesen ungewöhnlichen Ereignissen erfahren Sie nach den Nachrichten exklusiv auf Pro Sieben“
Da ich naturwissenschaftlich recht bewandert bin, erschien mir dieses Phänomen sämtliche medizinischen Logikmodule platzen zu lassen: Ein so explosives, koodiniertes Zellwachstums ist unmöglich. Ich machte mir selbst eine mentale Notiz diesen Fall auf ALLE Fälle im Auge zu behalten, denn dies schien wahrlich auf eine medizinische Sensation hinzudeuten. Wenn man dieses Zellwachstum kontrolliert einsetzen könnte, wäre es entweder die rettung oder der Untergang der Welt, wie wir sie bis heute kennen.
Die Wahrheit aber ist – wie so vieles was im Fernsehen von Nachrichtensprechern verlesen wird – banal und eben nicht wahr. Denn was meine Rezeptoren mir nicht mehr mitteilten, weil meine Aufmerksamkeit sich schon wieder anderen Dingen als dem TV zuwandten war, dass dieser Auftritt eines nachrichtensprechers eine ganz banale Werbung für eine Mystery-Serie war. Na toll!
Was kommt als nächstes? Wird die Bundeskanzlerin mit den Worten „Liebe Bundesbürger, wir müssen in den jetzt auf uns zukommenden, schweren Zeiten eng besammen stehen“ – während im Hintergrund ein aufblühender Atomilz gezeigt wird – Werbung für „The day after“ machen? Oder wird Jan Hofer bald Teaser für Zombie-Filme im Tagesschau-Studio sprechen?
Nein, ich glaube solch einen Schwachsinn findet man nur bei Privatsendern, die eh schon Probleme haben ihre Werbelücken mit bezahlter Werbung zu füllen. Seriösität darf dabei auch gern sterben. Naja Pro7, der Sender der uns Galileo – die Sendung der man nichts glauben sollte, auch wenn sie immer so tut als wäre sie seriös – bescherte. WI-DER-LICH!
Google, der Datenkrake aus den USA wird nun – nachdem sie wissen nach was wir im Internet suchen (Suchmaschine) und mit wem wir Mails welchen Inhaltes austauschen (Googlemail) – auch wissen mit wem wir SMS verschicken und telefonieren, sowie die Inhalte scanbar machen.
Nun will Google ganz groß in einen zweiten wichtigen Kommunikationsbereich einsteigen: Die Sprachtelefonie. Wie das Unternehmen am Freitag ankündigte, soll in den nächsten Tagen mit Google Voice ein neuer Dienst gestartet werden, der alle Telefonnummern des Nutzers vereinheitlicht und auf eine zentrale Oberfläche holt. Gleichzeitig integriert das Angebot einen digitalen Anrufbeantworter sowie die Möglichkeit, Kurznachrichten zu erhalten und zu verschicken. All diese Informationen sollen auf einer einzigen Website zusammenlaufen und können durchsucht werden – Sprachbotschaften in englischer Sprache kann Google Voice sogar in Text umsetzen sowie ein Gespräch auf Knopfdruck aufzeichnen, so dass man es später im Web abhören kann. (Quelle TAZ)
Na prima. Wer braucht dann noch NSA, Echolon und Schäuble? Eine Aktiengesellschaft übernimmt die freiwillige Totalüberwachung der Weltbevölkerung.