Behördennummer 115 – wer verdient denn da heimlich?

Ab sofort sind Behörden – vorab per Testlauf – über die einheitliche Behördenrufnummer 115 erreichbar.

Die kostenpflichtige Rufnummer ist montags bis freitags von 08.00 bis 18.00 Uhr erreichbar. In dieser Zeit sollen drei von vier Anrufen innerhalb von 30 Sekunden angenommen werden. (Quelle: Tagesschau).

Auch beim NDR wird berichtet.

Kosten ab 0.07€ pro Minute. Hört sich erstmal recht preiswert an, ABER: Heutzutage haben doch sehr viele Bundesbürger eine nationale Flatrate, insofern würde der Anruf einer Behörde über die herkömmliche Rufnummer KEINE Kosten verursachen. Aber auf einmal kostet es dann doch wieder. Gerade bei Behörden ist die Erhebung von gebühren für „Standarddienstleistungen“ eine Frechheit, denn diese sollten per Steuererhebung beglichen sein. Ich bin verpflichtet mich ausweisen zu können, muss aber sowohl den Personalausweis als auch das Gültighalten des Dokumentes (Verlängerung) kostenpflichtig durchführen – warum?

Eine ähnliche Abzocke wie die Einführung der  „kostengünstigen“ 01805-Rufnummern, die „nur“ o,14€ pro Gespräch kosten – anstelle der Kostenfreiheit der alten Rufnummern, die man mittels Flatrate kostenfrei erreichen konnte.

Trägst Du Vintage-Jeans? Kennst Du deine Verantwortung?

Noch vor drei Jahren konnte er mühelos den schweren Heukarren hoch ins Dorf ziehen. Da war er 20. Ein junger Mann, durchtrainiert, mit scharfen Gesichtszügen und schmalen Augen. Jetzt schafft er gerade mal zehn Schritte, dann muss er eine Pause einlegen. Mustafa ist sterbenskrank. „Die Ärzte haben gesagt, dass es kaum noch eine Heilungschance für mich gibt. Es gibt einfach keine Medikamente gegen diese Krankheit.“

Diese Zeilen stammen aus einem Spiegel-Artikel, den ich allen „Vintage-Jeans“. Silikose (früher auch Staublunge genannt) heisst die Krankheit, unter der die meist sehr jungen Arbeiter leider, welche die Jeans mittels dieses besonderen Looks „veredeln“. Sie ist unheilbar und führt zum Erstickungstod, da das Lungengewebe vernarbt und Sauerstoff durch diese Narben nicht mehr aufgenommen werden kann. Einzelfälle? Nein, nicht wirklich:

Professor Zeki Kilicaslan, Leiter der Pneumologie in der Istanbuler Universitätsklinik, hat mittlerweile mehr als 700 Silikose-Patienten registriert. Das ist die offizielle Zahl, und „wir vermuten, dass die Dunkelziffer bei fünftausend Opfern liegt“, sagt der Mediziner.

Sucht man mittels Google nach „Vintage Jeans“ so findet man erlauchte Namen wie Tommy Hilfiger, s.Oliver und Diesel. Ich will keiner der hier genannten Firmen unterstellen, dass sie ihre Jeans unter diesen Umständen „veredeln“ lassen, aber der Preis ist hoch: Für Jeans und Leben.

Das alte Problem der Politiker: Selbstüberschätzung

Es begann sicherlich schon lange vor der Springerüberschrift: „Wir sind Papst“, dass sich Deutsche als mehr darstellen, als sie selbst sind.

Dazu passt sicherlich auch, dass die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel in einer Talkshow folgende Sätze formuliert(Quelle Spiegel):

Die Kritik am Papst „war eine schwierige Entscheidung, aus meiner Sicht aber notwendig, weil ich als deutsches Staatsoberhaupt nach meiner Auffassung die Pflicht habe klarzumachen, dass die Leugnung des Holocaust“ nicht im Raum stehen bleiben dürfe, sagte Merkel.

„Es war die Sorge, dass das Leugnen des Holocausts ohne Folgen bleiben könnte“, ergänzte Merkel. „Dazu habe ich mich geäußert. Und das muss ich als deutsches Staatsoberhaupt oder besser gesagt als deutsche Bundeskanzlerin tun.“

Wenn ein Bürger nicht zwingend weiss, wer das Staatsoberhaupt ist: Geschenkt. Aber wenn ich ein Amt oder eine Stellung innehabe, sollte ich doch wissen, mit welchen Machtbefugnisse und Verantwortungen mein Amt ausgestattet ist und wo ich in der „Hackordnung“ stehe. Aber Frau Merkel, bei der ist es egal. Sie wurde von einem „Untertan“ ernannt, nämlich ihrem Vorgesetzten, dem Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland – dem wahren Staatsoberhaupt. Frau Merkel ist nämlich „nur“ Regierungschef/in. Aber es tut ihr wahrscheinlich weh nicht wirklich die „mächtigste“ Person im Lande zu sein.

Wie peinlich! Aber was solls, WIR haben sie gewählt. Wir müssen die Suppe auslöffeln, die wir uns selbst eingebrockt haben.