Thüringische CDU glaenzt durch erschreckende Ehrlichkeit

Der thüringische Ministerpräsident Dieter Althaus hat – wie die thüringische CDU mitteilt – weiterhin vollen Rückhalt der Partei und soll auch bei den anstehenden Wahlen der Spitzenkandidat sein. Das finde ich gut.

Folgende Betrachtungen spiegeln meinen Wissenstand zu den bisherigen Ermittlungen bezüglich des Unfallhergangs wieder. Sie haben keinen Anspruch auf Richtigkeit, aber sind – in meinen Augen – eine Betrachtung wert. Die Welt schreibt z.B.

Zehn Tage nach dem Skiunfall, bei dem eine Slowakin starb, sprechen die Indizien für eine Schuld von Dieter Althaus. Deshalb wird der Staatsanwalt wohl Strafantrag gegen den Politiker wegen fahrlässiger Tötung stellen. Unabhängig von einem möglichen Prozess hält die thüringische CDU an ihrem Ministerpräsidenten fest.

Wie kann man dies interpretieren?

Da wird der Skifahrer Althaus bei der Abfahrt zu schnell – um sich selbst vor einem Sturz zu retten, bringt er Andere in dergestalt in Gefahr, dass diese sterben. Mit so einem Verhalten ist man genau der richtige Spitzenkandidat einer polititischen Partei. Um seinen eigenen Arsch zu retten geht man da schon mal über Leichen – ohne Angst haben zu müssen den Rückhalt der Partei zu verlieren.

Erschreckend deutlich, wie diese Volksvertreter funktionieren und ein weiterer Beweiss, dass man keinen Arsch in der Hose haben darf um in unserem System nach oben zu kommen. Lieber auf Kosten anderer sich selbst aus unangenehmen Situationen bringen.

Ich kann nicht anders, Gott helfe mir

OK, ich bin nicht Luther – komme nicht ansatzweise an ihn heran. Trotz meines Vorsatzes mich dieses Jahr ein bisschen zurückzuhalten, gibt es einfach zu viel in der Welt, dass mich quasi nötigt zu kommentieren.

Meine Tochter stellte fest, dass ich zuviel über Wirtschaft und Politik blogge, meine Prinzessin fragte mich ob ich krank bin, wenn ich weniger als 10 Artikel täglich von mir gab. Aber was soll ich tun? Ich halte mich ja zurück, lenkte mich die letzten Tage mit Erkältungskrankheiten, Weihnachtsfeierlichkeiten und ähnlichem ab. Aber es bricht immer wieder aus mir heraus: Ich muss den Blödsinn, der um mich herum vorgeht, einfach kommentieren.

So auch das Finanzpaket, dass der Commerzbank in den Popo gedrückt wird, nur weil diese – warum nur – die Dresdner Bank kaufen will. Ich hatte bei der ersten diesbezüglichen Meldung die Idee, dass ich die Telekom kaufe und wenn ich mich dadurch in finanzielle Probleme bugsiere, die Bundesregierung bitte, mich mit ein paar Milliarden zu unterstützen. Noch gilt doch der Gleichheitsgrundsatz, oder? Die offizielle Begründung lautet, dass eine so grosse Bank wie die Commerbank gestützt werden muss. Aber warum? Weil die Herren Manager in ihrer Grossmanssucht die Dresdner kaufen müssen? Werden nun alle Grössenwahnsinnigen mit ein paar Milliarden gepimpt?

DANN bin ich doch Martin Luther – her mit der Kohle!

Arsch in der Hose

Ich werde keinen Namen nennen, aber es gibt einen Todesfall in Deutschland, der meine These von „Keinen Arsch in der Hose“ belegt. Da hortet jemand Geld wie Heu und in dem Moment, wo er realisiert, dass er selbstverschuldet nicht mehr die Mittel zu Verfügung hat, die er gewohnt ist, wandert er in den Freitod.

Ich habe Mitleid mit den Familienangehörigen, denen sich diese Person entzieht, aber was für ein Massensterben würde einsetzen, wenn all die Facharbeiter die unverschuldet in die Arbeitslosigkeit und in Hartz-IV  gedrängt werden, sich auf einmal entscheiden würden sich selbst zu töten? „Nur“ weil sie ihren Familien nicht mehr den „gesellschaftlichen Standard“ bieten können wie früher? Bei dem Facharbeiter geht es – monatär – ums Überleben. So weit war es bei der von mir gemeinten Person ganz sicher nicht. Dennoch trat er ab.

Mein Beileid also an die Angehörigen und mein Respekt an alle Familienväter und -mütter, die trotz Hartz-IV am Leben bleiben und den Mut eben nicht verlieren.