Ich kann nicht anders, Gott helfe mir

OK, ich bin nicht Luther – komme nicht ansatzweise an ihn heran. Trotz meines Vorsatzes mich dieses Jahr ein bisschen zurückzuhalten, gibt es einfach zu viel in der Welt, dass mich quasi nötigt zu kommentieren.

Meine Tochter stellte fest, dass ich zuviel über Wirtschaft und Politik blogge, meine Prinzessin fragte mich ob ich krank bin, wenn ich weniger als 10 Artikel täglich von mir gab. Aber was soll ich tun? Ich halte mich ja zurück, lenkte mich die letzten Tage mit Erkältungskrankheiten, Weihnachtsfeierlichkeiten und ähnlichem ab. Aber es bricht immer wieder aus mir heraus: Ich muss den Blödsinn, der um mich herum vorgeht, einfach kommentieren.

So auch das Finanzpaket, dass der Commerzbank in den Popo gedrückt wird, nur weil diese – warum nur – die Dresdner Bank kaufen will. Ich hatte bei der ersten diesbezüglichen Meldung die Idee, dass ich die Telekom kaufe und wenn ich mich dadurch in finanzielle Probleme bugsiere, die Bundesregierung bitte, mich mit ein paar Milliarden zu unterstützen. Noch gilt doch der Gleichheitsgrundsatz, oder? Die offizielle Begründung lautet, dass eine so grosse Bank wie die Commerbank gestützt werden muss. Aber warum? Weil die Herren Manager in ihrer Grossmanssucht die Dresdner kaufen müssen? Werden nun alle Grössenwahnsinnigen mit ein paar Milliarden gepimpt?

DANN bin ich doch Martin Luther – her mit der Kohle!

5 Gedanken zu „Ich kann nicht anders, Gott helfe mir

  1. Dir ist nicht zu helfen! Und das ist gut so. Du bist eben so ähnlich wie ich veranlagt, Fünfe sind nicht gerade. Ich kann es auch nicht immer lassen, meinen Senf dazuzugeben. Das liegt aber wie Du schon erwähnt hattest nicht an Dir oder mir, das liegt an der Menge an Ungeradem, das es rings um uns gibt.

    Was dieses ganze Bankengeplänkel eigentlich noch soll versteht sowieso niemand. da sitzen hochbezahlte Leute, die stopfen sich die Taschen in einem Maße voll, das könnten wir in 575 Jahren Arbeit nicht verdienen und bauen dann einen Bockmist nach dem anderen – verkalkulieren sich mal eben um ein paar Milliarden. Der Staat wirds schon richten….. tut er ja auch.

    Bank müsste man sein, denn da gilt der uralte Leitsatz nicht, man kann nur soviel ausgeben, wie man auch in der Hand hält. Verstehen muss man das alles nicht!

  2. @Thomas:

    Na, diesen Kommentar werte ich mal als Lob für meine „Arbeit“. Dankeschön dafür.

    Was das Bankengeplänkel soll, kann ich dir aber verraten: Da haben ein paar Manager und kreuz- und quer vernetzte Aktieninhaber festgestellt, wie man eijn fass ohne Boden anzapft und am Ende kommt genau das, was immer kommt:L Ein paar wenige bereichern sich auf Kosten der Allgemeinheit und lachen sich im Stillen schlapp über die beknackten steuerzahleenden Wähler, die jeden Scheiss mit sich machen lassen

  3. Dankeschön? Dafür nicht Holger. Ich schreibe nun mal das was ich denke. Hin und wieder gefällt das nicht jedem, doch verbiegen lasse ich mich nicht nur um mit der Masse zu schwimmen. Aber hast recht, es ist als Lob zu sehen.

    Deine Erklärung zum Geplänkel stimmt durchaus, nur würde das so niemals zugegeben werden. Vielmehr werden an den Haaren herbeigezogene Argumente auf die Tische geschmissen und versucht uns glaubhaft zu machen. Und wahrscheinlich die das sowieso nur die Spitze des Eisbergs – es lebe die Vertuschung!

    Das war es was ich damit meinte, das muss man nicht mehr verstehen 😉 .

  4. Heugabeln ja… aber die pieksen viel zu wenig. Problematik ist halt, dass es nur wenige unter den meckernden Leuten gibt, die auch für ihre Meinung einstehen wenn es darauf ankommt. Deutschland und seine Demo’s – kannste alle in der Pfeife rauchen, das tangiert in Berlin kein Schwein!

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