Tränen im Pelz und der rote Schal. Eine missverstandene, unglückliche Milliardärin

Im Spiegel ist ein wunderschönes Interview mit der Frau Maria-Elisabeth Schaeffler, ihr wisst schon, die Milliardärin, die sich mit dem Continental-Deal so verhoben hat.

Unser Unternehmen ist – wie viele andere auch – in eine Situation geraten, die wir nicht allein zu verantworten haben. Es hat eine gravierende Veränderung der Weltwirtschaft gegeben, mit der keiner rechnen konnte. Diese Veränderung ist zum Teil politisch und zum Teil durch die Banken verschuldet. Insofern steht auch der Staat in einer Verantwortung.

Genau! Der Staat hat Schuld, dass sie falsche unternehmerische Entscheidungen getroffen hat. Gibt sie die in den vergangenen Jahren erworbenen Milliarden denn auch freiwillig und rücksdtandsfrei an den Staat ab? Schliesslich wurden diese Milliardenerträge ja auch durch politische Entscheidungen positiv beeinflusst!Ich hätte mich damals – als meine Selbstständigkeit an die Wand fuhr – an ein bedeutendes deutsches Unternehmen wenden sollen, weil die mir keine Aufträge mehr gaben. DIE haben Schuld. Nicht ich. *kotz* ICH hatte den Arsch in der Hose und habe den Geruch der Arge noch in der Nase, ich war „Bittsteller“ beim Staat (hatte auch auch jahrelang eingezahlt). Warum fällt es manchen Menschen nur so unglaublich schwer sich von den Pfründen der Vergangenheit zu trennen, wenn man einen Fehler gemacht hat. Manche Fehler sind eben sehr, sehr teuer und vor allem bitter.

Das gesamte Interview ist sehr lesenswert, weil an einigen Stellen entlarvend, wie einfach diese Industriellenfamilie gestrickt ist.

Kommentarspam zu Geld machen – Blogs lohnen sich wieder!

DAS wäre doch was. Bei mittlerweile 949 Posts und 1432 „echten“ Kommentaren hat Akismet doch bis zu diesem Zeitpunkt 5697 Spamkommentare ausgefiltert. Daraus ergibt sich ein Verhältnis von 13% „gute“ Kommentaren zu 87% Scheissendreckmist von irgendwelchen Spammern, welche Botnetze nutzen um ihre dummen Produkte (meist Medikamente zweifelhafter Wirkung) zu bewerben.

Wobei der fünfte März 2009 mit 145 Spams der derzeitige Rekord war. Hach, wie schön war der 29te Dezember 2008, der Tag an dem nicht ein Spam hier einging und das obwohl der Server nachweislich ganztägig (wie immer … *gg*) erreichbar war. Spookie!

Zurück zur Monetarisierung: Bei 1235 gefilterten Spams im Februar 2009 (der März kann das noch toppen!) könnte ich Einnahmen von 123,50€ erzielen, wenn ich pro Spam nur 10cent bekommen würde. Aber von wem? Von den Drecksäcken da draussen, denen man erlaubt ihren Trojaner verseuchten PC mit dem Netz zu verbunden um als Spamschleuder zu agieren? Zumindest als Mitstörer müsste man diese Menschen doch mal – und wenn nur aus erzieherischen Gründen – zur Kasse bitten.

Sollte sich dies als Einnahmequelle eröffnen lassen, würde ich glatt Akismet deinstallieren und nachweisslich die Spams per Hand aussortieren – inklusive eingehender Prüfung, ob es denn nun Spam ist oder nicht. Pro Minute würde ich so aber wohl nur einen Kommentar (Absende-IP-Adresse sowie die beworbene Webseite sichten und bewerten) bearbeiten können. Bei einem Stundenlohn von 120€ (wir berechnen unseren Kunden teilweise mehr!), würde ich so pro Spam recht legal zwei Euro fakturieren, was zu Einnahmen von monatlich (vor der Steuer!) von über 2400 Euro führen würde. Als Nebenjob – vom heimischen Sofa aus – eine recht komfortable Nebeneinnahme.

Trägst Du Vintage-Jeans? Kennst Du deine Verantwortung?

Noch vor drei Jahren konnte er mühelos den schweren Heukarren hoch ins Dorf ziehen. Da war er 20. Ein junger Mann, durchtrainiert, mit scharfen Gesichtszügen und schmalen Augen. Jetzt schafft er gerade mal zehn Schritte, dann muss er eine Pause einlegen. Mustafa ist sterbenskrank. „Die Ärzte haben gesagt, dass es kaum noch eine Heilungschance für mich gibt. Es gibt einfach keine Medikamente gegen diese Krankheit.“

Diese Zeilen stammen aus einem Spiegel-Artikel, den ich allen „Vintage-Jeans“. Silikose (früher auch Staublunge genannt) heisst die Krankheit, unter der die meist sehr jungen Arbeiter leider, welche die Jeans mittels dieses besonderen Looks „veredeln“. Sie ist unheilbar und führt zum Erstickungstod, da das Lungengewebe vernarbt und Sauerstoff durch diese Narben nicht mehr aufgenommen werden kann. Einzelfälle? Nein, nicht wirklich:

Professor Zeki Kilicaslan, Leiter der Pneumologie in der Istanbuler Universitätsklinik, hat mittlerweile mehr als 700 Silikose-Patienten registriert. Das ist die offizielle Zahl, und „wir vermuten, dass die Dunkelziffer bei fünftausend Opfern liegt“, sagt der Mediziner.

Sucht man mittels Google nach „Vintage Jeans“ so findet man erlauchte Namen wie Tommy Hilfiger, s.Oliver und Diesel. Ich will keiner der hier genannten Firmen unterstellen, dass sie ihre Jeans unter diesen Umständen „veredeln“ lassen, aber der Preis ist hoch: Für Jeans und Leben.