Nur Kinder tragen kurze Hosen

Zumindest war das die Parole als ich so 14(?) war: Nur Kinder tragen kurze Hosen, „Grosse“ tragen lange Hosen. Was haben wir damals geschwitzt wir Deppen, nur um uns abzusetzen von den „Lütten“, die von ihren Eltern mit kurzen Hosen angezogen wurden.

Ich wurde älter und – vielleicht auch – vernünftiger. Heute trage ich, wenn es warm ist gern Shorts und freue mich, dass Luft an die Beine kommt.

Ausser beim Moped fahren. Auf dem heutigen Heimweg sah ich sie wieder auf den motorisierten Zweirädern: Kurze Hosen, T-Shirt und Handschuhe trägt man nur im Winter. Als ich an der Ampel neben einem Mopedfahrer stand, der zwar mit Helm, aber ansonsten nur eher in Stoffetzen gekleidet war, fragte ich mich wer von uns beiden der dümmere ist

  • Er, der in oben beschriebenem Outfit durch den einsetzenden Berufsverkehr fuhr (auch Landstrasse stand für ihn noch an, wie mir sein Nummernschild verriet)
  • Ich, der bei ca. 28°C mit Schutzjacke und Handschuhen bekleidet neben ihm im eigenen Saft stand.

Da ich schon mal den „Anker werfen“ musste (Notbremsung->Sturz) weiss ich, dass er der Dumme ist. Lieber schwitze ich und bekomme die Handschuhe Zuhause kaum aus, als dass ich mir etwaige schmerzhafte Hautabschürfungen oder gar Schlimmeres antue. Auf dem Moped gilt definitiv: Nur Kinder tragen kurze Hosen.

DER Vodafone-Hype. Realität und Wahrnehmung

Ach ist die Bloggerwelt doch bunt. Noch bunter als der Haarschopf von Sascho Lobo, der sich vom Zensurgegner zu „Ich lasse meinen Lebensunterhalt anteilig von Zensoren finanzieren“ gemausert hat.

Alle Welt schimpft auf das neue Vodafone-Marketing.Wer in den Blogs nach Vodafone sucht, wird auf der Bandbreite zwischen kritischer Detailkritik bis zur deftigen Häme alles finden. DonAlphonso schreibt sogar mehrfach über den Spot. Was aber deutlich in Vergessenheit gerät ist der Sinn einer Marketingmassnahme: Man möchte die Öffentlichkeit erreichen. Jede „externe“ Nennung des Firmen-/Produktnamens macht die Aktion zu einem Erfolg. Und demnach ist diese Aktion, deren Sinn es sein sollte in der Welt des „Web 2.0“ die Marke Vodafone bekannter zu machen, ein 100%iger Erfolg. Vor allem dank all der Kritiker. Selbst ich schreibe jetzt hier über die Aktion und sorge dafür, dass wieder der Zufriedenheitsfaktor des Auftraggebers steigt.

Manchmal wäre es besser einfach mal die Klappe zu halten 🙂

Patentrechte: So wird Allgemeingut zu Privateigentum

Ende Oktober 2008 kam es schließlich zur Vertragsunterzeichnung: Die Firma, genannt AMSilk, wird ins Handelsregister eingetragen. Die TUM überträgt für satte 26,7 Prozent der Anteile sämtliche Patente an die GmbH.

beschreibt Heise einen Vorgang, der mich aufhorchen lässt. Ein Wissenschaftler der Technischen Universität München(TUM) entwickelt – als „Angestellter“ der Universität – ein gentechnisches Verfahren um Kolibakterien dazu zu bringen Spinnenseide zu GENerieren. Dieses Verfahren kauft er der Universität ab und macht sich selbstständig. Der Erfinder des Verfahrens, Thomas Scheibel, wird von Heise wie folgt zitiert:

„Die Technologie hat einen Wert, und den haben wir bekommen.“

Ja, sie hat wohl einen Wert – aber wem gehört dieser Wert? Gehört er Seibel, dem Entdecker des Verfahrens? Gehört er der Universität? Oder gehört der Wert all den Steuerzahlern, die es Seibel ermöglicht haben, dieses Verfahren zu entwickeln?