Wenn das linke Spektrum nicht so selten dämlich wäre

Wenn man die Welt verändern – zum Besseren – will gibt es dafür zwei Möglichkeiten:

  1. A’la Matrix: Wir brauchen Waffen, VIELE Waffen
  2. Die intelligente Version: Man sucht gesellschaftliche Mehrheiten

Da in unserem Land die erste, gewalttätige Version nur von einigen Einzeltätern aus der Politik favorisiert und von Einzeltätern aus der Bereitschaftspolizei praktiziert wird, kann man davon ausgehen, dass nur der zweite weg wirklich erfolgsversprechend ist.

Warum zum Teufel muss denn dann bitte die Linke auch die letzte Hirnzelle abschalten?

Die Linke will nun doch einen eigenen Kandidaten für die Wahl des Bundespräsidenten aufstellen. Den von SPD und Grünen vorgeschlagenen Joachim Gauck will die Partei nicht unterstützen. (TAZ)

Wahrscheinlich kommt die Linke mit irgendeinem Spasskandidaten, denn man eher aus der Ecke Martin Sonneborn, aber nicht von einer ERNSTHAFT lösungsorientierten deutschen Partei erwarten würde.

Wieder einmal teilt sich linke Spektrum seine Kräfte und schwächt damit seine Energien, die man vielleicht irgendwann einmal konzentriert gegen die Parteien die sich die neue Mitte (das alte Rechts – und Raider heisst jetzt Twix ) nennen.

Alle Parteien die wirklich die Mitte (der Gesellschaft!!) und die arbeitende Klasse vertreten in einen Sack und mit einem Knüppel VOLLE KANNE REINDRESCHEN: Man trifft immer den Richtigen.

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Politiker

Unserem Altbundespräsident Lübke – der schwer krank war und unter teilweise Aussetzern litt – soll einmal eine Rede mit den Worten „„Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Neger“ begonnen haben. Diese Abgrenzung der – verdammt, wie sagt man das jetzt, ohne das es nicht irgendwo als politisch inkorrekt gebrandmarkt wird – also dieser Menschen mit Vorfahren in Afrika, ist ein steter „running Gag“.

Wer nun die Webseite von Christian Wulff (MdL, Niedersächsischer Ministerpräsident, stellv. Vorsitzender der CDU Deutschlands) aufruft findet dort den Satz:

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Internetnutzer,

und ich frage mich ob ich – als Internetbenutzer kein Herr bin und es vermessen ist, wenn sich meine Prinzessin als Dame würde ansprechen lassen. Ich sehe schon, der Wulff gibt einen prima Bundespräsidenten ab – der hat schon mal geübt in den Zitatehimmel zu kommen. Und in der   Internetcommunity macht der sich gleich viele Freunde. Ich finde es toll, wenn Politiker so deutlich abgrenzen. Ich frage mich was als nächste kommt?

Wie man mit Fragestellungen Umfragen manipuliert #notmypresident

Wenn ich in den Blätterwald (auch den digitalen) und das Fernsehen schaue, erscheinen immer wieder vier Namen als Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten:

  • Ursula von der Leyen
  • Norbert Lammert
  • Wolfgang Schäuble
  • Christian Wolff

zwischen diesen soll abgestimmt werden. Wenn ich nun eine Umfrage nach dem beliebtesten Urlaubsort mache und als Vorschläge

  • Moskitoverseuchtes Sumpfgebiet
  • Minenfeld in Afghanistan
  • Rückseite des Mondes – ohne Sauerstoffversorgung
  • Im Erdenkern

vorgebe, wirkt das Sumpfgebiet doch recht passabel. Warum nicht. Besser als der Erdenkern ist das wohl allemal. Der Spiegel hat die Auswahl mal ein wenig erweitert und auch andere Personen zur Auswahl gestellt:

  • Joschka Fischer (21,61)
  • Margot Käßmann (21,08)
  • Norbert Lammert (9,67)
  • Ursula von der Leyen 8,08)
  • Klaus Töpfer (7,66)

In Klammern jeweils die abgegebenen Stimmen. Da haben Joschka Fischer und Margot Käßmann stumpf JEWEILS 2,5x soviele Befürworter wie der Rest, nach dem aber schlauer Weise oftmals nicht gefragt wird. Man will ja die Antwort vorherbestimmt. Es kommt eben auch darauf an wie man fragt und welche Antworten man zulässt. Der Vorteil ist: Wer manipulativ fragt, kann hinterher behaupten: Wir haben den gewählt den das Volk wollte.