Admin darf nimmer benutzt werden: Systembetreuer ist wohl angezeigter

Bei Isotopp bin ich gerade auf den Eintrag beim Markenblog gestolpert: Die „Bundesrepublik Deutschland, vertr.d., Bundesministerium der Verteidigung und Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, vertr. d. Oberfinanzdirektion Hannover Landesbauabteilung, Hannover“ hat eine Wortmarke für den Begriff „Admin“ angemeldet.

Registernummer: 30041082
Nizzaklasse 09, 37, 42
Waren & Dienstleistungen
09 Gespeicherte Programme für die elektronische Datenverarbeitung;
37 Bauwesen; Reparaturwesen im Bereich Bauwesen;
42 Erstellen von Programmen für die elektronische Datenverarbeitung.

Ab sofort dürfen wir den Begriff entweder nicht mehr benutzen, oder wir weisen nach, dass wir den begriff schon länger im Gebrauch haben, als die „Bundesrepublik Deutschland, vertr.d., Bundesministerium der Verteidigung und Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, vertr. d. Oberfinanzdirektion Hannover Landesbauabteilung, Hannover“. DAS dürfte uns aber nicht so schwer fallen, wie auch Kris feststellt:

Da wird es ja sicher bald ein Dutzend Löschungsanträge geben.

Man darf nichtmal mehr das Wort „LOHNNEBENKOSTEN“ benutzen

kaum habe ich hier die meine Interpretation der „Senkung der Lohnnebenkosten“ verbloggt, trifft mich der FAZ-Artikel in die Magengrube:

Die CDU will in der nächsten Legislaturperiode das Steuersystem in Deutschland vereinfachen und die Lohnnebenkosten dauerhaft senken. CDU-Chefin Angela Merkel sagte am Montag auf dem Bundesparteitag ihrer Partei in Stuttgart, Deutschland müsse „stärker“ gemacht werden.

JA! Die Lohnnebenkosten weiter senken. Weniger Lohn für gleiche Arbeit. SUPER!

Dazu gehöre ein „einfacheres und gerechtes“ Steuersystem, dass unter anderem die kalte Progression abschaffe, sagte die Kanzlerin. Zudem sollten durch Änderungen im Arbeitsrecht mehr Menschen eine Beschäftigungsmöglichkeit erhalten. Statt eines Mindestlohns wolle die CDU ein Mindesteinkommen sichern

So wie ich unsere Bundesangie einschätze, heisst „Änderungen im Arbeitsrecht“ ganz gewiss nicht, dass es Arbeitgebern schwerer gemacht wird, sich mit Hungerlöhnen als Arbeitsplatzerrichter feiern zu lassen. Eher werden die rechte der Arbeitnehmer weiter eingeschränkt. Ein Mindesteinkommen haben wir schon heute: Hungerlohn plus Aufstockung durch Hartz-IV. Die Lösung WÄRE, ein Einkommen zu zahlen, dass es einem 40-Stunden arbeitenden Menschen nicht abnötigt, auch noch Hartz-IV zu beziehen. Das aber würde Mindestlohn bedeuten.

Ich gehe mich mal eben mal kurz übergeben.

Telekom-Kunde? Selber schuld!

Und wieder schafft es die Telekom sich in die Medien zu bringen. Auch diesmal ist es wieder unter der Überschrift „Sicherheit“ zu finden:

Wie schön, dass Kunden die Services ihrer Telefonanschlüsse auch online verwalten können. Wie schlecht, dass das bei der Telekom auch Hacker konnten: Weil T-Com-Kunden teils um erhebliche Summen betrogen wurden, klemmte die Telekom einen Teil ihrer Dienste ab.  Manchmal ist weniger mehr – zumal, wenn man die Sicherheit der eigenen Dienste nicht mehr garantieren kann: Die Telekom hat seit Monaten Probleme mit der Datensicherheit. Eines dieser Probleme ist die mangelnde Absicherung ihres Kundenportals, über das diese die Funktionen ihrer Telefonanschlüsse konfigurieren können.

schreibt der Spiegel. Der Welt ist zu entnehmen:

Um „weiteren Missbrauch zu vermeiden“, wurde die Einrichtung von Rufumleitungen im Internet-Kundenportal vorläufig gesperrt.

Und diese Golems der Sicherheit sollen ihre Finger mit in DE-MAIL haben? Ich kann nur davor warnen, irgendetwas zu nutzen, wo die telekom, T-Systems oder andere zum „T“ gehörende Unternehmen ihre Finger drinnen haben.

Dazu passt auch das Schmankerl der Titanic:

Telekom-Chef René Obermann hat sich bei den Betroffenen der Bespitzelungsaffäre persönlich am Telefon entschuldigt. Dies ergab nun eine Überprüfung von Obermanns Verbindungsdaten.