Datensicherheitsarroganz

Mittlerweile frage ich mich, WIE dumm ignorant realitätsfern eigentlich jeder Politker sein muss, der sich hinstellt und der bevölkerung erklärt:“ Die Daten sind sicher“. Ob es persönliche Vorteile sind, welche die Datenbestände anzapfen lassen (Telekom), die Dummheit und/oder Unzuläglichkeit der Nutzer der Daten ist mir dabei völlig egal. Daten sind nur sicher, wenn sie eben NICHT in irgendwelchen Datenbanken abrufbar (egal für wen) und NICHT verknüpfbar sind.

So langsam muss doch dem Herrn Schäube ECHT der Kopf qualmen, wenn nun gerade wieder der „Supergau in Sachen Datenschutz“ (wie vom Tagesschau-Ticker bezeichnet) aufgedeckt wird. So grosse Klammerbeutel gibt es doch gar nicht, um damit die gesamte bundesdeutsche Bevölkerung zu pudern.

Wann hört dieser Unsinn mit Datenerhebung endlich auf? Oder muss der CCC erst alle erfassten Fingerabdruckdaten in der Datenschleuder publizieren?

Hundescheiße statt Borderline

vor ein paar Jahren lernte ich eine Frau kennen, die sehr … nunja, sagen wir mal eigenwillig war. Sie zog sich, auf ihr sehr eigenwilliges Verhalten gern auf Floskel zurück:“ Ich bin halt so“, „mich gibt es nicht anders“ und irgendwann kam dann die Erklärung, die alles rechtfertigte: „Ich habe eben Borderline“.

Ich muss zugeben, ich hatte damals von Borderline gehört, mich aber aufgrund der Aussage versucht ein wenig im Internet über Borderline zu informieren, stellte aber fest, dass sich das alles für mich eher nach einer schweren „Pubertät“ anhörte, als nach einem Krankheitsbild. Ich war aber nicht so überheblich, Borderline als Spielkram abzutun, konnte aber nie wirklich etwas mit dieser Begrifflichkeit anfangen. Gerade heute wurde mir ein Link zu einem sehr interessanten Artikel geschickt, der sich mit Borderline beschäftigt und tatsächlich teilweise meiner damaligen Interpretation der im Netz recherchierbaren Informationen recht gibt.

Aus diesem habe ich auch die „Inspiration“ für das Subjekt dieses Artikels:

Klaus Neumann, Psychologe vom Kinderschutzzentrum München, befindet nüchtern: „Ich wette, wenn das Syndrom nicht Borderline, sondern Hundescheiße hieße, dann würde das niemand so gerne haben wollen.“

Ein auf alle Fälle lesenswerter Artikel!

Restalkohol und Berufsverkehr

Seit heute Morgen bin ich ja ein Fan von „Alkohol konsumierenden Fußballfans“. Nicht, dass ich auf „sich übergebende Deppen“ oder „randalierende merkbefreite Halbirre“ stehen würde – keineswegs.

Allerdings fiel mir heute morgen auf dem Weg durch den Hamburger Berufsverkehr auf, dass es quasi keinen Berufsverkehr gab. Kreuzunge, an denen ich mich freue, wenn ich sie „schon“ nach der dritten Grünphase überquere (Remember Berliner Tor?) waren heute in einem Rutsch erledigt. Als Folge haben ich heute meine persönliche Bestzeit beim „morgendlichen Arbeitsweg zur normaler Zeit“ neu definiert.

Der einzige Grund dafür – der für mich vorstellbar ist – ist, dass sich eine bemerkenswerte Anzahl PKW-Fahrer gestern Abend die Kehle schön feucht gehalten haben und heute Morgen so vernünftig waren, den PKW stehen zu lassen.

Was sagen denn die ÖPNV-Nutzer dazu? Morgendliches, übermässiges Gedrängel? Auch in Heidelberg soll der Berufsverkehr heute Morgen recht ausgedünnt gewesen sein.