Frech wie Oskar

Die Bahn macht es vor:

Arbeitsplätze durch Automatisierung abbauen und dann die Preise anheben, für Dienstleistungen, die früher zum Standardrepertoire gehörten. Ab dem 14. Dezember 2008 will die Bahn einen „Bedienzuschlag“ von 2,50€ für alle Tickets nehmen, die in den Reisezentren gebucht werden.

Das ist doch mal wieder wunderbar. Dank Automaten und Internet kann der Kunde ohne die Dienstleistung „persönliche Beratung“ eine Fahrkarte buchen. Der automatisierte „Service“ wird heutzutage von vielen Unternehmen favorisiert, da man massiv (Personal-)Kosten sparen kann. Allen voran die Banken & Sparkassen, die schon vor vielen Jahren ihren Angestellten die Anweisung gaben, die Kunden lieber zum Geldautomaten zu schicken, als diese zu bedienen.

Anstelle nun aber den Preis für die „beratungslose“ Buchung um 1% zu senken – da ja Kosten gespart werden – wird hintenrum nocheinmal die Milchkuh der Wirtschaft gemolken: Der Kunde der sich – wie eh und je – lieber persönlich beraten lässt.

Die – logische – Folge wird sein, dass noch mehr Kunden den Automaten nutzen, dadurch der Arbeitsaufwand in den Reisezentren weniger wird. Erst werden ein paar Mitarbeiter entassen, später der Servicepunkt komplett – mangels Nutzung – geschlossen.

Schicksale politisieren

Ich hasse es, wenn tumbe Menschen es sich erlauben pauschal IHRE Meinung auf jegliches Ereignis zu stülpen um Meinung uns Stimmung zu machen.

In Afghanistan haben deutsche Soldaten Zivilisten getötet – erschossen! Die Frage, die sich JEDER stellen solte ist kurz und knapp: WARUM?

Bevor diese Frage allerdings auch nur versucht wird zu beantworten, wird eingedroschen. Die Soldaten werden als Killermaschinen abgestempelt, jeglicher Auslandseinsatz in Frage gestellt und – wenn man schon mal dabei ist – gleich die Bundeswehr abschaffen.

ICH frage mich, in welcher Situation die Soldaten waren, wie es dazu kam, dass ein deutscher Soldat von der Schusswaffe gebrauch macht.

  • Wie ist die generelle Situation?
  • Ist es ein friedliches Umfeld, oder gab es bereits Anschläge?
  • Gab es Warnungen?
  • War die Aufgabe „einfach nur“ an der Strasse zu stehen, oder war es die Aufgabe konkrete Verdächtige an dieser Stelle zu stellen?

All diese punkte wirken auf die Soldaten ein, die dort ihren Job taten. WENN es konkrete Hinweise auf „zu stellende Personen“ gab, so stellt sich für die Soldaten auch die Frage, ob die – wenn sie die Flüchtigen entkommen lassen, eventuell einen Anschlag (auf Kameraden oder andere Zivilisten) indirekt ermöglichen.

Ich habe mich – aus den mir zugänglichen Quellen – versucht zu informieren und habe Verständnis für das Verhalten der Soldaten. Ich bedauere den Zwischenfall zutiefst, nehme aber Abstand davon den Soldaten – denen dieser Einsatz sicherlich IMMER im Gedächnis bleiben wird – eine Schuld zuzuschieben. DIES steht – wenn überhaupt – einem Richter zu.

Macht Blogschrott nun seinem Namen Ehre?

Yannik hat sein Blogschrott verkauft und der neue „Eigentümer“ scheint tatsächlich am Thema SEO interessiert zu sein.

Es sind zwar – wenn man auf Yannicks Webseite geht – keine (offensichtlich) neuen Artikel vorhanden, allerdings zeigt der Google-Feedreader, was schon mal „getestet“ wurde.

  1. Werbung für „Bon Kredit“ die „Kredit ohne Schufa“ anbieten,
  2. ein nichtsagender Dreizeiler über „Rottenneighbor.com“ „Nachbar“ und „anschwärzen“,
  3. ein Artikel mit der Feststellung, dass fast jeder in Deutschland ein „kostenloses Girokonto“ hat
  4. und die Feststellung, dass „Free SMS“ DER Trend im Internet ist

Das ganze mit Layer-Ads garniert, über die sich der Mlogger schon ausgelassen hat, sind ein weiteres Indiz, dass Blogschrott anscheinend ganz schnell den Weg auf dem Altmetallschrottplatz der Geschichte nehmen kann.

Wer sich – mittels Whois – die Mühe macht, herauszufinden wer nun hinter dem Blogschrott steckt, wird feststellen, wie intensiv der neue Besitzer sich bereits in das Thema Blogging eingearbeitet hat. (Nachtrag 22:09 – 28.08.2008: Der neue Besitzer ist noch nicht offiziell bekannt, der von mir vormals Verlinkte ist nur der Besitzer(Owner) der Domain blogschrott.net, die Yannick wohl nie gehörte. )

Es sieht so aus, als wenn sich die Diskussion um den Verkauf des Schrottblog (siehe Basiclog, Stoibär und andere)  sich ins Leere drehen könnte. Oder auch nicht, denn in den Händen eines (dem Anschein nach) ausschliesslich AD(=Einnahmen)-Interessierten, lassen sich aus den Mailadressen der bestehenden Kommentare sicherlich auch noch ein paar Silberlinge dengeln.

Nachtrag 30.08 14:10: Anscheinend wird nun doch Gerald Steffens das Blog von Yannick übernehmen. Boah, ist das alles aufregend …..