Nicht nur Steinbrück fordert

sondern auch ich fordere: Den Rücktritt von HRE-Chef Georg Funke. Aber bitte OHNE ihm noch einen Millionenbetrag als Abfindung und Altersruhegeld in den Arsch zu schieben, der eh von den Steuerzahlern gezahlt werden muss. Nieten in Nadelstreifen – die so viel Geld verspielen – gehören an den Pranger gestellt, wahlweise geteert und gefedert, aber nicht noch gepampert und per Schubkarre voll Geld in Altersruhesitz auf Madeira geflogen.

Laut Focus erhielt Funke im Jahr 2007 ein Jahresgehalt von 1,883 Millionen Euro, während der Aktienkurs um über 25% sank. Tja, ein Viertel des Wetes eines Unternehmens verbrennen, dafür braucht man echte Fachleute, dass schafft ein Hartz-IV Empfänger nicht. Aber auch der Ackermann von der Deutschen Bank – mit seinen 13,981 Millionen Euro Jahresgehalt in 2007 (ja, das ist mehr als eine Million im Monat!!) schafft es bei einem sinkenden Aktienkurs den Gewinn der Aktie zu erhöhen.

Alles Blender, die das zu unrecht erhaltene Gehalt zurückzahlen sollten und sich bei der Arge anstellen sollten um mal zu spüren wie es sich anfühlt nicht vom goldenen Tellerchen zu essen.

Ich kann ja eine gewisse Schadenfreude nicht unterdrücken

und muss hier einmal festhalten: Nach der IT-Blase platzt nun auch die Finanzblase. Die Tagesschau teilt mit:

Der deutsche Aktienmarkt erlebt einen rabenschwarzen Montag. Der Dax stürzt auf den tiefsten Stand seit Mitte 2006. „Es brennt an allen Ecken und Enden“, sagte ein Händler.

Die Hasardeure und „Kriegsgewinnler“, die mal eben schnell-schnell ihren Gewinn maximieren und viel Geld verdienen wollen, kriegen nun voll eins aufs Fressbrett.

Leute, noch mal zum mitmeisseln: Aktien WAREN mal eine Beteiligung an Unternehmen, heute sind sie eher ein Ausdruck von Phantasie. Anders kann man nicht werten, wenn der Wert eines Unternehmens über Nacht um 25% sinken kann. Dass die Hypo Real Estate zum derzeitigen Zeitpunkt 27% des Aktienwertes – TROTZ des Milliardenzuschusses!  – verloren hat und die Commerzbank auch knapp 14% finde ich einfach nur gut.

Garstig finde ich, dass die Banken- und Sparkassen berater wahrscheinlich auch an diesem sonnigen Montagvormittag noch Sektkorken knallen lassen, wenn sie wieder einmal einem Kunden „faule“ Papiere verkauft haben, an denen die Bank mehr verdient, als der – eher – ahnunglose Kunde, der auf eine umfassende und vertrauensvolle Beratung angewiesen ist.

Auch die Bank, die sich gern als „Beraterbank“ lobhudelt, scheint nicht soooo toll zu sein: Auch der Kurs der Dresdner Bank trudelt massiv. Tja, haben die denn keine Ahnung? Und wenn die ihre eigenen Beteiligungen nicht im Griff haben, warum sollte dann der Kunde denen trauen?

Alles eine echte Lachpille – wohl dem, der sein Geld nicht auf diese Art angelegt hat.

Gewerkschaften und Banken

Ja, die IG-Metall ist schon böse – so richtig böse. Da geht es den Banken schlecht – eine weltweite Bankenkrise ist Realität und dennoch fordert die IG-Metall in den derzeit anstehenden Tarifverhandlungen Lohnerhöhungen? Das geht so natürlich nicht, wie der Spiegel anscheinend herausgefunden hat:

TROTZ FINANZKRISE Gewerkschaften beharren auf hohen Lohnforderungen

Leider kann man dem Spiegelartikel nicht entnehmen, wieviel Prozent der Bankangestellten in der IG-Metall organisiert sind – oder wird das in Promille angegeben?

Ich bleibe dabei: Wer ein Interesse daran hat die Konjunktur zu beleben und den Inlandsmarkt zu stärken, muss dafür sorgen, dass im Inland auch genügend Geld zum konsumieren vorhanden ist. Es reicht nicht, dass ein paar Prozent der Beschäftigten viel Geld haben, denn VIEL Geld bedeutet nicht Konsum, sondern Investition. Nut der Kosum (wiederkehrender Verbrauch) stärkt nachhaltig und genau DAS brauchen wir in Deutschland.