Wie die FDP Prozente erarbeitet

Die Jungen Liberalen (JuLi) haben es drauf:

Die Marburger Julis hatten für den vergangenen Freitag in einer Gaststätte zu einer Wahlkampfparty eingeladen. Mit dem Trinken von roten, schwarzen, grünen oder gelben Schnäpsen konnte dort jeder seine Stimme abgeben. Das Ergebnis der „Abstimmung“ sollte laut der Einladung der Veranstalter noch am Abend auf dem Fest bekannt gegeben werden.

schreibt HROnline. Auch wenn – in dem Bericht – der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Thomas Spies diese Aktion als Verharmlosung des Alkoholkosums bezeichnet, so finde ich den Event nett und vor allem bezeichnend.Auch Mario Döweling (bildungspolitische Sprecher der FDP-Fraktion) war anwesend. DER kann auch alle Fälle nicht an dem kopfschmerzbehafteten Folgetag damit argumentieren, dass er im Mutterschaftsurlaub war, wenn er Termine nicht einhielt…

Aber endlich weiss ich, woher das stete grenzdebile Grinsen des Guido Westerwelle kommt: Der ist stetig im Vollrausch, weil er seine Prozente erhalten muss.

Über 100 Jahre alt, nun ist Schluss

Die aus dem Karstadt Konzern und dem Quelle-Versandhandel hervorgegangene Arcandor ist am Ende. Die Tagesschau berichtet – mit Verweis auf unterschiedliche Nachrichtenagenturen, dass Arcandor Insolvenz anmeldet.

Bei Arcandor mit seinen über 100 Warenhäusern sind insgesamt 56.000 Menschen beschäftigt, bei Karstadt allein etwa 24.000. Der Konkurrent Metro hat bereits Interesse an einer Reihe von Karstadt-Häusern angemeldet.

Das tut weh, vor allem den Mitarbeitern. Nach Wochen des Bangens nun die der Insolvenz folgende Frage: Werden wir gekauft, restruktiriert, geht es noch irgendwie weiter. Wenn ja, für wieviele von uns?

Einer vermeintlicher „Gewinner“ wird aber eventuell auch noch mit Konsequenzen zu rechnen haben: Thomas Middelhof, ehemaliger Arcandor-Cheff. Gegen ihn wird wegen Untreue ermittelt.

Auch wird gegen den derzeitige Arcandor-Chef Karl-Gerhard Eick ermittelt: Hier wegen Insolvenzverschleppung. (Quelle)

Aber all dies wird den 56.000 noch-Mitarbeitern kein Trost sein.

Freitags: Deutsche Kinderhilfe

DerFreitag veröffentlicht einen Artikel von Markus Kurth, der sich mit der Deutschen Kinderhilfe beschäftigt. Prädikat: Besonders informativ und somit lesenswert. SO stelle ich mir journalistische Arbeit vor.

Kurt berichtet, wie die Deutsche Kinderhilfe Netzwerke knüpft, das Thema Kinder über verschiedene Verquickungen – mit anderen, verbundenen Firmen – immer wieder als gewerbliche Einnahmequelle zu gebrauchen und es über Schirmherrschaften schafft, auch mit Politikern werben zu können.

Wer nicht weiss, wer die Deutsche Kinderhilfe ist – liest hier wie die Deutsche Kinderhilfe vor Fussballstadien mit bezahlten(!) Promotern Stimmen für die Internetsperre sucht.