GM entscheidet über Opel und Gutenzwerg wird sich feiern lassen

Ich ahne es ja schon auf uns zukommen: Gutenberg und Merkel werden sich feiern lassen, für die Entscheidung General Motors die Adam Open AG an den Magna verkaufen zu wollen.

GM ist zur Abgabe des Autobauers Opel an Magna bereit. Das berichtet dpa unter Berufung auf Verhandlungskreise. Eine entsprechende Empfehlung habe der GM-Verwaltungsrat gegeben. Opel solle aus dem Konzern herausgelöst und von Magna übernommen werden. Die endgültigen Details müssten aber noch ausgehandelt werden, hieß es. Damit hätte sich der Wunschkandidat von Bund und Ländern durchgesetzt. (Quelle: Sueddeutsche)

Obschon Gutenberg und die Merkelsche eher wenig zu diesem Deal beigetragen haben und zitternd bangend in die zweite Reihe verband wurden, als es um die wirkliche Entscheidung ging. Gross war die Welle die in Berlin gemacht wurde, nächtelange – und wichtige!! – Tagungen, die am Ende aber nur zu einer Erkenntnis führten: Die Deutschen hatten NULL Einfluss auf die Entscheidung des amerikanischen Eigentümers der Adam Opel AG.

Aber nun – gerade kurz vor der Bundestagswahl – sehe ich schon die Interviews mit den verstrahlten Bildern des Gutenbergs: Er ist der Retter. Oder sollte Springer mich enttäuschen?

Wichtig sein und sich wichtig nehmen – Printmedien online

Ja, die Medienkonzerne der Printwelt sind schon ein Majorplayer – man könnte sie sogar als Tiger bezeichnen, als Papiertiger.

Da erstellen sie die sogenannte „Hamburger Erklärung“ und verkünden der Welt wie böse Google und andere Suchmaschinen für sie sind, vergessen aber ihre eigene Onlineunwichtigkeit in Relation zu setzen. Diese Relation wird nun von einer Presseerklärung der Reach Group GmbH gerade gerückt:

Nur gut fünf Prozent der Top-10-Ergebnisse gehören zu den Verlags-Angeboten. Anders formuliert: 95 % aller deutschen Suchabfragen beinhalten auch jetzt schon keine Ergebnisse von Verlagsseiten auf Seite eins.

Interessant ist, dass Wikipedia.org mehr Nummer-1 Treffer bei Google hat, als alle Unterzeichner der Hamburger Erklärung zusammen:

Aber so kennt man sie, die Springers und Burdas unserer Nation: Grosse Meldungen und wenig bis nichts dahinter.

Discounter senken wieder die Preise – Wo wird gespart?

Wenn ich die Headline des Spiegelartikels „Discounter senken Preise um bis zu 20 Prozent“ lese, taucht in meinem Kopf eine Frage auf: Woher kommt die Ersparniss? Wenn der Spiegel berichtet, dass „vom Käseaufschnitt über Fischstäbchen bis zum Champagner“ viele Produkte billiger werden, freue ich mich natürlich, mit meiner Prinzessin den 99er Dom Perignon oder Roederer Cristal nun ein wenig günstiger erwerben kann.Auf wessen Rücken aber haun wir uns den Perlwein in den Kopf?

  • Hat sich der Discounter vorher 20% Ertrag stumpf in die Taschen gesteckt?
  • Sind die Erzeugerpreise massiv gesunken? Wodurch?
  • Wurden neue Verfahren zur Herstellung entwickelt? Zur Lasten der Natur? Zur Lasten der Arbeitnehmer?
  • Ist das alles Synthesescheiß aus dem Labor?
  • Oder wird am Ende die Milch günstiger, weil nur noch 800ml anstelle des Liters im Tetra-Pack ist?

SO viele Fragen und ich habe keine Antwort?