Die Gemeinsamkeit von „6.360.000“, „7.030“ und „1“

  1. „1“ ist die Zahl der Webpages die in meinem Dunstkreis wegen Verwendung des Wortes „ficken“ von Google abgemahnt wurde
  2. „7.030“ gibt die Zahl der Treffer an, die man hat, wenn man bei Youtube (einer Google-Tochter) nach dem Wort „ficken“ sucht
  3. „6.360.000“ ist die Zahl der Treffer des Wortes „ficken“ bei Google selbst

Was unterscheidet nun Google/Youtube und eine „willkürliche“ Webseite? Ist sehr einfach: Die „willkürliche“ Seite verdient durch Google-Ad-Sense Geld wenn die Seite aufgerufen wird. Dieses ist natürlich kontraproduktiv, denn Google (eine Aktiengesellschaft) muss Geld ausgeben. Wird allerdings bei Google oder Youtube nach Google gesucht, verdient Google Geld. Wenn Google wirklich überzeugendes Interesse an einem Kreuzritterzug gegen das böse F-Wort häte, dann sollen die doch einfach eine Suche nach dem F-Wort in ihrer Suchmaschine blocken. Ich zeige denen gern wie Filter funktionieren. Obwohl, die wissen das ja selbst am besten.

Tja, kommt halt immer darauf an, ob man damit Geld verdient. Dreckskapitalismus allerorten.

Meinem Essen das Essen wegessen

Ich bin bekennender Fleischfresser! Wie sagte Framstag mal so schön: „Ich habe mich doch nicht an die Spitze der Nahrungskette gestellt, um danach Salat zu futtern“. RECHT hat der Ulli.

Meine 11Jährige Tochter hatte den Wunsch mal ein Essen für mich zu kochen: So das Rundumpaket mit einkaufen und allem, was dazu gehört. Vorhin war es soweit: Sie öffnete die Einkaufstüte und mein Herz blieb stehen. Hatte ich Halluzinationen? Optische Täuschung? Wahnvorstellungen? Nein, auch nach tiefem Durchatmen und Augenreiben blieb es dabei: Sie hatte TOFU eingekauft. Gedanken rasten durch meinen Kopf: Notarzt für meine Tochter rufen, psychatrische Untersuchung, der Mutter das Sorgerecht aus triftigem Grund entziehen und auf alle Fälle die Tochter enterben. Aber das Herz eines liebenden Vaters ist unendlich gross und voller Verständnis und Güte – es war ihr Wunsch und ich hatte ihr völlig freie Hand gelassen: MEIN Fehler, da musste ich nun durch.

Neben dem Tofu hatte sie ansonsten nur Brokkoli und einen Topf Sahne eingekauft und kommentierte, dass ich Nudeln garantiert im Hause hätte. Hatte ich.

So zauberte diese 11Jährige aus der Sahne und in meinem Haushalt befindlichen Gewürzen eine Sosse, die mit dem angebratenen Tofu gekocht wurde und die einfach nur superlecker war.

Erkenntnisse

  1. Ich werde KEIN Stammkunde im Bioladen werden
  2. Man muss auch mal über seinen eigenen Schatten springen
  3. Kinder können viel mehr als man ihnen zutraut – meine Töchter sowieso 🙂

Doch kein Bush-Doppelgänger

Nachdem gestern das oberste Gericht der USA (wir berichteten) Guantanamo als NICHT ausserhalb der US-Gerichtsbarkeit liegend definierte, läuft der Kettenhund und Menschenrechtsfeind George Double-U zu gewohnter Form auf, rüffelt den obersten Gerichtshof und kündigt an nun Gesetze zu ändern.

Spiegel Online:

„Das bedeutet nicht, dass ich dem Urteil zustimme.“ Bush sagte, er werde untersuchen, ob Gesetzesänderungen nötig seien, um die Sicherheit der amerikanischen Bürger zu gewährleisten.

Preisfrage: Welchem deutschen Politiker würde man solch eine Ignoranz der Kontrollinstanzen ebenfalls zutrauen?