DAS ist Zensur: www.westphal-stoppa.de in der Firewall der Polizei gesperrt

Anscheinend hat da jemand zu hilfreich im Netz agiert:

Im Intranet der Bundespolizei wurde die Webseite “Ausländerrecht für die Polizei” gesperrt. Die Seite des Autorenteams Volker Westphal und Edgar Stoppa war eines der Standardwerke, auf das Ausländersachbearbeiter, Polizeibeamte, Staatsanwälte, Richter und Rechtsanwälte gerne zurückgreifen.

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Konnten bislang Bundespolizisten von den Dienstrechnern auf die Webseite uneingeschränkt zugreifen, ist ihnen zwischenzeitlich der Zugriff verwehrt worden. Auf Anfrage wurde mitgeteilt, dass der “Zugriff auf die genannte Webseite auf Anweisung BPOLP Ref 52 gesperrt wurde”.

kann man bei Cop2Cop nachlesen. Die Webseite www.westphal-stoppa.de

Natürliche Immunität

Hach, eine Immunität kann etwas wunderbares sein. So zum Beispiel die politische Immunität , welche den Inhaber vor jedweder Strafverfolgung schützt. Aber auch die medizinische Immunität hat ihre Vorteile. Wikipedia beschreibt diese wie folgt:

Immunität ist die Unempfindlichkeit oder Unempfänglichkeit des Organismus gegenüber äußeren Angriffen. Fähigkeit des Organismus, bestimmte Krankheitserreger ohne pathologische Erscheinungen zu eliminieren.

Immunität kann verschiedene Ursachen haben, von denen wir hier ausschliesslich die sogenannte „spezifische Immunität“ betrachten wollen, welche auch als erworbene Immunität bezeichnet wird. Diese Art der Immunität kann nun durch unterschiedliche Auslöser aktiviert werden:

Sie wird hauptsächlich von der Mutter über die Plazenta bzw. durch die Muttermilch übertragen, durch Schutzimpfungen oder durch die Erkrankung selbst erworben. (Wikipedia)

Da das Thema „Mutter-Immunität“ eher schwer beeinflussbar ist, bleibt unser Augenmerk auf der zu erwerbenden Immunität durch Impfung oder durch Erkrankung. Und genau diese beiden Arten werden schon seit längerem heiss diskutiert.

Ich persönlich habe als Kind die meisten typischen Kinderkrankheiten durchgemacht:

  • Keuchhusten (Pertussis) (stakkatoartiger Husten)
  • Masern (fieberhafter Infekt der Luftwege mit typischem Hautausschlag)
  • Mumps (Ziegenpeter) (Schwellung der Ohrspeicheldrüse an der Wange)
  • Röteln (Hautrötung)
  • Windpocken (Feuchtblattern) (Bläschen auf der Haut)

In meiner persönlichen Sammlung fehlen (nicht wirklich) nur

  • Poliomyelitis (Kinderlähmung)
  • Ringelröteln (Hautrötung in Gesicht oder an Händen und Füßen)

Das war alles kein Problem, ich habe es überlebt. Über geistige Spätschäden will ich hier explizit NICHT diskutieren 🙂

Heutzutage gibt es zwei Fraktionen: Die „Allesimpfer“ und die „Die Natur regelt es“ Anhänger. Als meine Kinder noch im Kindergartenalter waren, standen meine Frau und ich auch vor der Frage: Darf unser Kind zu einem potentiellen Anstecker spielen gehen, oder nicht. Unsere damalige Antwort war: JA! Denn besonders  Röteln-Partys waren von den weiblichen Spielkameraden gut besucht. War es doch die Möglichkeit dem Mädchen eine Immunität zu „schenken“, die während einer späteren Schwangerschaft erhebliche Komplikationen verhindert kann.

Man sollte Kinderkrankheiten nicht verharmlosen. ABER: Wenn ein Kind „bewusst“ der Ansteckungsgefahr ausgesetzt wird, ist der typische Erziehungsberechtigte schon gleichzeitig mit allen Sensoren bei seinem Kind um etwaige Erkrankungssymptome zu registrieren.Die Gefahr ist – meiner Einschätzung nach – ziemlich gering, dass etwaige Komplikationen auch schwerwiegende Folgen haben.

Ich persönlich differenziere ein wenig, was die WHO-Empfehlungen bezüglich des Impfens angeht. Denn die WHO muss mit ihren Empfehlungen  zwangsläufig auch Bereiche wie Zentralafrika oder die hintere Mongolei abdecken. Diese Empfehlungen direkt auf deutsche Großstädte zu übertragen halte ich persönlich für wenig sinnvoll.

Achja. Motiviert mich zu diesem Thema zu äussern hat mich ein diesbezüglicher Artikel im Spiegel:

Manche Eltern schicken ihre Kinder zur Abhärtung auf Masern-Partys – andere lassen ihnen gegen jede Kleinigkeit eine Spritze geben. Jetzt rebellieren die Allgemeinärzte: Sie wehren sich gegen Panikmache der Impfgegner und fragwürdige Kampagnen der Befürworter.

Und wie steht ihr zu dem Thema?

PS: Meine Töchter sind entsetzt, da ich eine weitere Art der Immunität besitze, die ich den psychologischen Immunitäten zurechnen würde: Ich bin immun gegen „liebgucken“ und „Wimpernklimpern“.  Damit erreicht frau gar nix bei mir – eher ist eine Gegenreaktion der Fall

Warum es sinnvoll sein kann Mathematik zu beherrschen

Hans Riebsamen schreibt in der FAZ einen Kommentar unter der Überschrift „Schnapsidee“, in der er anprangert, dass die Nutzniesser eines Seniorentickets sehr wohl auch „einkommenstark“ sein können:

Der Rentner macht sich aber gerne arm. Denn als Armer kommt er verbilligt in Museen, Schwimmbäder und andere Einrichtungen. Und bald soll er auch verbilligt mit Bussen und Bahnen fahren können. „Seniorenticket“ heißt diese Schnapsidee, die sozial klingt, aber ausgesprochen unsozial ist.

Auch wird in dem Kommentar aus dem Armutsbericht der Bundesregierung von 2005 zitiert:

„Die Menschen, die 65 Jahre und älter sind, weisen im Vergleich zur übrigen Bevölkerung eine relativ günstige Einkommenssituation auf.“

Das Leben ist so einfach und Statistiken sind toll – globalere Zusammenhänge scheren uns nicht.

Die erste Frage die mir dazu in den Sinn kommt: Wieviel Kosten werden gespart, wenn man das Seniorenticket pauschalisiert und keinen Verwaltungsapparat braucht um eventuelle Einkommen aus irgendwelchen Zusatzeinkünfte etc. prüfen muss um eine „gerechte Zuteilung“ zu gewährleisten.

Als nächstes frage ich mich, wie die prozentuale Verteilung der „günstigen Einkommens“ bei den Senioren ist. Ähnlich wie bei der Gesamtbevölkerung? Auch werden als „Gesamtbevölkerung“ diejenigen Bürger mitgewertet, die direkt nach der Schule in die Arbeitlosigkeit wandern. Aber woher der Wind weht wird ja dankenswerter Weise von Riebsamen nicht wirklich kaschiert. Es ist der billige Futterneid:

Es genügt, einen 61 Jahre alten Bankangestellten als Beispiel zu nehmen. Er hat sein Häuschen irgendwo im Umland von Frankfurt abbezahlt, seine Kinder sind erwachsen, seine Existenz ist gut gesichert. Ist es sozial, wenn er mit einem verbilligten Seniorenticket zu seinem Arbeitsplatz und später als Rentner zu einem Ausflugsziel fährt, während sein jüngerer Kollege, der gerade eine Familie gegründet hat, Kinder zu ernähren und ein Auto abzuzahlen hat, sich ein normal teures Ticket kaufen muss?

Riebsamen hätte auch schreiben können: „Es reicht einen aus der allgemeinen Statistik herausfallenden Gutverdiener als Beispiel zu nehmen schreiben können.“ Aber genau DAS reicht nicht. Denn Riebsamen sugeriert hier, dass der Durchschnittsrenter (und um die soll es ja gehen), dass der Durchschnittsrenter mit 61 sein Häschen im Grünen hat und wohlgesichert sein Leben geniesst.

Aber eines kann ich von Riebsamen lernen: Wie man billige Demagogie betreibt. Ich gebe zu, dass ich (natürlich) auch versuche Meinungen zu bilden, Dinge überspitze. Aber ich hoffe dies nicht auf so ekelhafte Weise zu tun, wie dieser Gewinner des  „Hessischen Journalistenpreis der Sparda-Bank Hessen“ im Jahre 2006. Warum Riebsamen sich von seiner Lehrerstelle als Deutschlehrer eines Gymasiums an die Landesbildstelle versetzen liess, weiss ich nicht. Aus meiner Schulzeit kenne ich nur einen Fall einer solchen Versetzung und das war nicht gerade eine Beförderung nach oben. Arme Frau Ahlers damals …