Die Gemeinsamkeit von „6.360.000“, „7.030“ und „1“

  1. „1“ ist die Zahl der Webpages die in meinem Dunstkreis wegen Verwendung des Wortes „ficken“ von Google abgemahnt wurde
  2. „7.030“ gibt die Zahl der Treffer an, die man hat, wenn man bei Youtube (einer Google-Tochter) nach dem Wort „ficken“ sucht
  3. „6.360.000“ ist die Zahl der Treffer des Wortes „ficken“ bei Google selbst

Was unterscheidet nun Google/Youtube und eine „willkürliche“ Webseite? Ist sehr einfach: Die „willkürliche“ Seite verdient durch Google-Ad-Sense Geld wenn die Seite aufgerufen wird. Dieses ist natürlich kontraproduktiv, denn Google (eine Aktiengesellschaft) muss Geld ausgeben. Wird allerdings bei Google oder Youtube nach Google gesucht, verdient Google Geld. Wenn Google wirklich überzeugendes Interesse an einem Kreuzritterzug gegen das böse F-Wort häte, dann sollen die doch einfach eine Suche nach dem F-Wort in ihrer Suchmaschine blocken. Ich zeige denen gern wie Filter funktionieren. Obwohl, die wissen das ja selbst am besten.

Tja, kommt halt immer darauf an, ob man damit Geld verdient. Dreckskapitalismus allerorten.

Aushebelung der Naturgesetze

Es gibt etwas, dass die Naturgesetze kopfstehen lässt: Die Liebe.

Liebe wird zum Beispiel nicht weniger, wenn sie geteilt wird. Liebe ist nicht in Worte zu fassen und – zumindest soweit mir bekannt – auch für Psycho- und Soziologen ein weitgehendes Rätsel. Ein jeder kennt dieses Gefühl, dass den Herzschlag erhöht und aus im Leben stehenden Männern wieder unsichere Teenager macht – zumindest glaubt man dieses Gefühl zu kennen. Aber dann kommt ein gefühlsmässiger Tsunami (man verzeihe mir diesen Vergleich) – er kündigt sich ganz zart an. Man bemerkt „Irgendwas ist los“, aber man kann es nicht bestimmen. Dann aber kommt die grosse Welle, die ALLES wegspült und einen völlig umwirft.

Im Gegensatz zu einem Tsunami kommen durch dieses Gefühl aber keine Menschen zu Schaden. Eher ist das Gegenteil der Fall: Durch ausgeschüttete Glückshormone hat der Betroffene eine ansteckende gute Laune, das Lächeln ist wie in Marmor gehauen und Schlaflosigkeit sowie etwaige – beziehungsirrelavante – Probleme haben deutlich weniger Einfluss auf das Gefühlsleben. Liebe ist wie ein Schutzschirm der von ausserirdischer Alientechnologie entwickelt wurde.

Und nun habe ich endlich die Kurve bekommen, denn den Grund für diesen Artikel lieferte tatsächlich ein Alien. Eine schier ausserirdische Frau hat mir (nicht das erste Mal) eine Liebeserklärung gemacht, die mich bis ins Mark traf. Die Frau, die völlig unerwartet und innerhalb kürzester Zeit das Herz eines Mannes eroberte, der noch vor wenigen Wochen erklärte: „Ich bleibe solo, ich will meine Ruhe haben und brauche keine Beziehung um glücklich zu sein“ ist wie nicht von dieser Welt. Aber ich bleibe bei meiner Aussage: Ich brauche keine Frau um glücklich zu sein. Aber um überglücklich zu sein, dafür brauche ich sie!

Und nun einen Tusch, das Licht bitte dimmen und den Spot auf diese Frau: Katja , das Blonde Alien.

Meinem Essen das Essen wegessen

Ich bin bekennender Fleischfresser! Wie sagte Framstag mal so schön: „Ich habe mich doch nicht an die Spitze der Nahrungskette gestellt, um danach Salat zu futtern“. RECHT hat der Ulli.

Meine 11Jährige Tochter hatte den Wunsch mal ein Essen für mich zu kochen: So das Rundumpaket mit einkaufen und allem, was dazu gehört. Vorhin war es soweit: Sie öffnete die Einkaufstüte und mein Herz blieb stehen. Hatte ich Halluzinationen? Optische Täuschung? Wahnvorstellungen? Nein, auch nach tiefem Durchatmen und Augenreiben blieb es dabei: Sie hatte TOFU eingekauft. Gedanken rasten durch meinen Kopf: Notarzt für meine Tochter rufen, psychatrische Untersuchung, der Mutter das Sorgerecht aus triftigem Grund entziehen und auf alle Fälle die Tochter enterben. Aber das Herz eines liebenden Vaters ist unendlich gross und voller Verständnis und Güte – es war ihr Wunsch und ich hatte ihr völlig freie Hand gelassen: MEIN Fehler, da musste ich nun durch.

Neben dem Tofu hatte sie ansonsten nur Brokkoli und einen Topf Sahne eingekauft und kommentierte, dass ich Nudeln garantiert im Hause hätte. Hatte ich.

So zauberte diese 11Jährige aus der Sahne und in meinem Haushalt befindlichen Gewürzen eine Sosse, die mit dem angebratenen Tofu gekocht wurde und die einfach nur superlecker war.

Erkenntnisse

  1. Ich werde KEIN Stammkunde im Bioladen werden
  2. Man muss auch mal über seinen eigenen Schatten springen
  3. Kinder können viel mehr als man ihnen zutraut – meine Töchter sowieso 🙂