Zocken mit Ratiopharm

In der FAZ schreibt Michael Roth sehr richtig:

Über Hilfen aus Steuermitteln für notleidende Industrieunternehmen mag man dieser Tage streiten, über Hilfe für Spekulanten nicht. Kein Spekulant darf darauf hoffen, dass ihm in schlechten Zeiten geholfen wird.

Was war passiert? Der Unternehmer Adolf Merckle hat mit Aktien rumspekuliert und damit massive Verluste erlitten. Nun jammert dieses Weichei rum und hofft auf Hilfe vom Staat. Ja, HALLO? Geht es denn noch?

Da rennt dieser Depp an die Börse und verzockt Geld, dass er für die Firma braucht und der Steuerzahler soll es richten? Kann ich dann auch zur Spielbank gehen, Roulette spielen und – sollte ich verlieren, den Staat bitten mir zu helfen? Hätte ich gewonnen, hätte ich ganz sicher meine Steuern bezahlt, aber den GEWINN, den behalte ich natürlich.

Vor solch einem Verhalten kann ich wahrlich nur ausspucken. Aber gegen Übelkeit und Brechreiz gibt es bestimmt auch etwas von Ratiopharm.

Lidl-Version der „Tafel“

In verschiedenen bundesdeutschen Städten gibt es die sogenannten Tafeln. So auch in Hamburg – Auszug aus deren Webseite:

Die Hamburger Tafel versorgt die Ärmsten von ihnen mit dem, was unsere Gesellschaft an Überproduktion hervorbringt. Bevor verwertbare Lebensmittel in den Abfall gelangen, leiten wir sie stattdessen an Bedürftige weiter.

Nur bei Lidl in Schweden ticken die sozialen Uhren anders. Laut Spiegel wurden dort Lebensmittel „vergiftet“

Sie wollten Obdachlose fernhalten: Lidl-Mitarbeiter in Schweden schütteten deshalb Reinigungschemikalien über Lebensmittel mit abgelaufenem Haltbarkeitsdatum, bevor sie die Ware in den Müll warfen.

Mittlerweile wird dies so nun nicht mehr umgesetzt, aber allein dass man auf diese Idee kommen kann, macht mich sprachlos. Wieder ein Zeichen dafür, wie sozial kompetent der Mensch doch generell ist.

Überwachungswahn breitet sich auch in Hamburg aus

Seit Oktober 2008 lässt sich der Hamburger Verfassungsschutz von den Bezirksämtern jeden Infostand, welche bei den Bezirksämtern angemeldet werden müssen – melden. Wer hat sie nicht schon gesehen, die Infostände, in den (typischerweise in den Fussgängerzonen), an denen Kirchen, Parteien oder Bürgerinitiativen vorbeikommende Fußgänger über ihr Anliegen informieren.

In Hamburg wacht jetzt der Verfassungsschutz darüber. Ja, gib mir alle Datenb und wenn dann eine Bürgerinitiative zu „stark“ wird, wird diese unter besondere Bewachung gestellt. Muss man in Hamburg ja auch tun, gerade nachdem nun Volksbegehren mehr Einfluss bekommen sollen: Wehret den Anfängen sage ich da nur. Wo kämen wir denn da hin, wenn dieses marode System nicht in der Lage wäre, sich selbst umfassend zu schützen.

Mehr dazu: WELT