„Vorn einsteigen“ oder „Der Deutsche ist zu Obrigkeitshörig“

Ich habe hier bereits thematisiert, dass bei mir in der Gegend der HVV (Hamburgischer Verkehrs Verbund“ unter dem Vorwand einer Studie die Leidensfähigkeit der Fahrgäste testet. Es geht darum nur vorn einzusteigen und beim Einsteigen die Fahrkarte vorzuzeigen.

Wie Obrigkeitshörig der Germanicus Vulgaris (saudämlicher Deutsche) ist, wurde mir heute von der Laienspieltruppe der Feierabendfahrgäste gezeigt.

Der Bus kommt, bremst und der Busfahrer steigt aus um einem Rollifahrer behilflich zu sein, der an dieser Haltestelle aussteigen wollte. Und was machen die ca. 30 potentiell zusteigenden Fahrgäste? Sie warten! Sie warten tatsächlich an der offenen Bustür darauf, dass der Busfahrer wieder seinen Platz einnimmt und Fahrkarten kontrollieren kann. Erst auf mein laut vernehmliches „Typisch deutsch, die warten bis sie sich kontrollieren lassen können“ bekam ich amüsierte Blicke zugeworfen und diese Vollhorsts (weiblich, mittelalt), die vorn als erstes standen, schlichen sich langsam in den Bus.

Verdammt. So wird das bei uns nie was. Es ist tatsächlich so, dass eine Revolution nicht stattfinden kann, weil das Betreten des Rasen verboten ist.

2 Gedanken zu „„Vorn einsteigen“ oder „Der Deutsche ist zu Obrigkeitshörig“

  1. Ich bin neulich mal hinten eingestiegen und wurde prompt von den anderen Fahrgästen deswegen angemacht. Der doofe Deutsche, aber echt! Revolution kannste knicken und das, OBWOHL wir hier gerade die Grünen ganz nach oben gehievt haben. Ich fass es nicht.

  2. Ist dieses „Vorneeinsteigenundkontrollieren“ eigentlich die Abschaffung der Unschuldsvermutung? Es wird ja allen Fahrgästen misstraut und quasi vorgeworfen, dass sie schwarz fahren. Man müsste Geld, Zeit und Nerven haben und dagegen klagen! 😀

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