Ein echter Schäuble mal wieder: Wer böse ist, bestimmt er.

Anscheinend hat unser Bundesverfolgungswahninnenminister eine weitere Steigerung des Realitätsverlustes erfahren. Die Süddeutsche berichtet recht amüsant über die Pressekonferenz zur Veröffentlichung des Verfassungsschutzberichtes:

Zum einen soll sie in einem Interview gesagt haben: „Wir wollen den Kapitalismus überwinden, das steht fest. Wir wollen das Privateigentum an den Produktionsmitteln zurückdrängen.“ Außerdem habe Wagenknecht auf die Frage, ob sie den BMW-Konzern enteignen würde, geantwortet mit : „Ja, (…)“.

Die Stelle sorgte für einige Erheiterung im großen Saal der Bundespressekonferenz. Denn wenn solche Sätze Grund genug sind, im Verfassungsschutzbericht zu landen, dann müsste wohl auch die komplette Bundesregierung unter besondere Beobachtung gestellt werden. Schließlich ist sie gerade dabei, die HRE-Bank zu enteignen.

Tja und ich erwarte eigentlich stündlich meine Verhaftung…

Bei KIK bedeutet ein genutzter Dispokredit dass man ein potentieller Dieb ist

Hast Du Schulden? Wenn ja, bewirb dich nicht bei dem Textildiscounter KIK um einen Job und glaube jemals dort mit Werten arbeiten zu dürfen:

Mitarbeiter unter Generalverdacht: Wer Schulden hat, soll bei Kik offenbar nicht an der Kasse eingesetzt werden. Deswegen überprüfte die Personalabteilung des Textil-Discounters die Bonität seiner Mitarbeiter bei Creditreform – und bekam regelmäßig Auskunft.

Quelle Spiegel. Wer bei KIK kauft, unterstützt die Geschäftsgebaren dieses Unternehmens, das ja schon in der Vergangenheit unangenehm auffiel.

Bin mal kurz weg, mich übergeben.

Vatertag vorgezogen? Oder: Spinnen die Vermögenden?

Es gibt Meldungen, bei denen schaue ich unwillkürlich auf den Kalender und vergewissere mich, dass nicht der erste April ist. Der Spiegel hat mich eben wieder auf den Kalender schauen lassen:

Eine Gruppe vermögender Bundesbürger will eine Zwangsabgabe für Reiche einführen. So könnten 50 Milliarden Euro für Bildung, Soziales und Ökologie zusammenkommen.

ist dort zu lesen. Und weiter:

Dieter Lehmkuhl hat zusammengestellt, auf welche Weise er in den vergangenen Jahren von seinem Vermögen profitiert hat. Zwischen 2000 und 2007, sagt der frühere Arzt, sei sein Grundeinkommen „konstant“ geblieben, sogar „leicht gesunken“. Hingegen habe sich sein Einkommen aus Kapital und sonstigem Vermögen verdoppelt, das zu versteuernde Einkommen um ein Drittel verringert, die zu zahlenden Steuern insgesamt sogar halbiert.

Dieser Satz sagt eigentlich alles aus und muss nicht weiter kommentiert werden. Ich wünsche den 23 Streitern für Gerechtigkeit viel Erfolg, glaube aber nicht dass sie auch nur irgendetwas erreichen werden – ausser Publicity. Ein wirklich lesenswerter Artikel und eine Initiative, die man im Auge behalten sollte.

Nachtrag: Die „Vermögenden“ haben auch eine eigene Webseite