Schizophrenie eines Börsenganges

Tja, die deutsche Bahn will ja SOOO gern an die Börse. Um wettbewerbsfähig zu bleiben. Klar. Und was macht der kluge manager, wenn er den Börsenkurs (und somit auch indirekt sein erfolgsabhängiges Gehalt!!) erhöhen will?

  1. Stellen streichen um Gewinn zu maximieren
  2. Gewinn generell maximieren

und genau DAS hat der Bundesbahnchef Mehdorn jetzt vor. Stellenabbau ist schon lange angekündigt und nun hat der „Mann“ auch noch die Chuzpe gleichzeitig das gute letzte Halbjahresergebniss sowie eine Preiserhöhung bekannt zu geben.

Mich kotzt diese Geldgeilheit einfach nur noch an 🙁

Die persönliche Datenindex

Nun habe ich auch endlich das berüchtigte Schreiben des Finanzamtes in den Händen. Eine eindeutige Nummer, mit der ich absulot eindeutig identifizierbar bin: Die „persönliche Identifikationsnummer“. Nun hat der Staat endlich seinen eindeitigen Index, den er – so ganz langsam, nach und nach – über unterschiedliche Wege mit allen Daten verknüpfen kann. Keine Heirat oder Namensänderung kann dann noch für Dateisatzzuordnungsfehler sorgen, deutscher Grundlichkeit sei Dank.

Schon am 02.08.2008 schrieb Heise dazu:

Anders als von der Bundesregierung behauptet, sei die Verwendung der Kennung prinzipiell nach Maßgabe anderer Rechtsvorschriften für beliebige Zwecke erlaubt und nicht auf Aufgaben der Finanzbehörden beschränkt. Selbst eine Übermittlung an ausländische Stellen sei im Gesetz vorgesehen.

Weitere Informationen zu der persönlichen ID-Nummer gibt es zum Beispiel bei der Humanistischen Union

Da – wie die Vergangenheit gezeigt hat – der Datenschutz in unserem Lande eher eine lachpille, denn ein verlässliches Instrument ist, sollte man sich gegen diesen Datensatzindex wehren, der uns von der Geburt bis zu 20 Jahren nach dem Tod  eindeutig identifiziert.

So sind unsere Volksvertreter, Schweine auf Urlaub

wenn WIR uns so im Ausland verhalten, werden wir zu recht von der Presse als Vandalen-Touris nieder gemacht. Sollte ich mich – als Vertreter meiner Arbeitgebers!! – so in der Öffentlichkeit aufführen, wäre ein Abmahnung sicher gerechtfertigt, wenn nicht schlimmere Konsequenzen (Versetzung in den Innendienst – BLOSS keinen Kundenkontakt).

Wenn sich unsere gewählten Volksvertreter allerdings aufführen, wie das berühmte Schwein auf dem Sofa, wird ganz sicher nix passieren.

Armes Deutschland.

Achja, warum und worüber ich mich aufrege findet ihr bei Spiegel

Es geht um Auslandsreisen (DIENSTreisen von Bundestagsabgeordneten)

Vor Reiseantritt habe Krüger „wiederholt“ darauf hingewiesen, „dass das Programm bitte nicht mit inhaltlichen Terminen zu überfrachten sei und genug Zeit zur freien Verfügung bleiben möge“, notierte Generalkonsul Schütte.