Der Springer-Verlag ist Papst

Was war das damals für eine Schlagzeile „WIR sind Papst“ betitelte das Zentralorgan des Springerverlages BILD die Erhebung von Joseph Ratzinger zu Papst Benedikt XVI.

Quelle: Wikipedia

Quelle: Wikipedia

WENN diese Aussage aber weiterhin im Raum stehen soll, so möchte ich anmerken, dass diese Aussage ausschliesslich das „wir“ der BILD-Redaktion, oder vielleicht des Springerverlages meinte. Denn „wir“ in Form von „wir Deuschen“ möchte ich in alle Form auf deutlich-heftigste von mir weisen. ICH bin nicht Papst, vielmehr habe ich mit dem – in meinen Augen – hochsenilen Mann, der in alter Gewohnheit der Papst“würde“ wie ein Elefant durch den Porzelanladen tobt und dabei sich mit wirklich jedem anlegt, NICHT gemeinsam.

Selbst WENN die BILD darauf besteht, dass ihre Aussage auf die Deutschen an sich gemünzt war, so möchte ich eine Unterlassungsklage einreichen, dass fürhin ausschliesslich formuliert werden darf: „Wir (mit Ausnahme des Reizzentrums) sindPapst“. DAS könnte ich so stehen lassen.

BTW: Wofür steht eigentlich der Begriff Ratz? Mein Latein ist zwar nicht so stabil, aber an nomen est omen erinnere ich mich noch.

Immer noch eine Salamischeibe von Datenschutz und Freiheit abschneiden

Als nächstes haben „Sie“ also die Bewegungsprofile der Autofahrer im Visier. Ich frage mich ja wirklich, wie lange die Datensammler rummurren mussten, bis endlich jemand auf diese grandiose Idee des Aufweichens des Datenschutzes kam:

Raser sollen auch in Deutschland durch die umstrittene Radar-Streckenkontrolle ausgebremst werden. Der 47. Verkehrsgerichtstag in Goslar sprach sich nach heftigen Diskussionen für einen Test auf einem besonders gefährlichen Autobahnabschnitt aus.

schreibt die Tagesschau. Was da verharmlosend und wahrheitskaschierend „Radar-Streckenkontrolle“ genannt wird, ist nichts anderes, als die Fremdnutzung der bundesweit installierten Kameras zur Mautdatenerfassung. Heissa, wie genial. Das Mautkonsortium „Toll Collect GmbH“ – bestehend aus Deutschen Telekom (45%iger Gesellschafteranteil), Daimler AG (45%; über Daimler Financial Services; die Daimler AG firmierte damals noch als DaimlerChrysler AG) und der französischen Cofiroute (Compagnie Financière et Industrielle des Autoroutes, 10%)  (Quelle Wikipedia) – kriselt schon seit einer längeren Weile und verdient nicht wirklich das Geld, das man erhoffte. Schon länger wird versucht einen Dual-Use, hat man ihn jetzt?

Die Nutzung der Mautüberwachung für „Geschwindigkeitskontrollen“ könnte sowohl Toll Collect als auch den Überwachungsfans Freudentränen in die Augen treiben. „Raser“ mit Tickets versehen, Toll Collect mit Einnahmen versorgen und so nebenbei kann man auch mal – so eben – rasterfahnden, wenn einem danach ist.

DAGEGEN! Auch als derzeitiger Nicht-Autofahrer!

Persoenliche Daten monetarisieren a’la Facebook

Im Telegraph gibt es einen sehr netten Artikel, in dem es darum geht, wie Facebook seine User zu Geld machen kann/will/wird:

Marketing experts have said the vast amount of personal information Facebook holds, together with the loyalty of its users, could be worth „untold millions“ to companies engaged in market research. (Hervorhebung von mir)

Tja, wenn all die Verknüpfungen und Userinformationen (inkl. wann sich wer von wo aus und wie lange einloggt) zu Geld macht, fangen die die Marketingfuzzis an zu hecheln und sabbern. DA stehen die drauf: Nutzerprofile! Damit verdient man heutzutage Geld. Also: Facebook-Account kündigen – JETZT! Und bitten/beten/hoffen, dass die Google-Shareholder noch GANZ lange glücklich sind. Denn, wie DONALPHONSO ganz richtig anmerkt:

dass Facebook halt auch nur eine Firma mit massiven Finanzierungsproblemen ist, die in der Krise für ihre Investoren nicht zögert, die Nutzerdaten an die Industrie für Produktforschung zu verkaufen: