IPhone für Terroristen

Im SPON wird nun offenbar, dass es die – schon früher als Gerücht – angesprochene Hintertür im IPHone tatsächlich gibt:

Apple-Chef Steve Jobs hat bestätigt, dass das Unternehmen eine Hintertür zu allen iPhones offenhält: Dadurch könnten nachträglich Anwendungen deaktiviert werden, die sich ein iPhone-Nutzer heruntergeladen und installiert hat.

Abgesehen davon, dass ich das IPhone eher für ein Spielzeug für den Nerd, „der sonst alles hat“ halte, ist diese Information nun ECHT der Brüller:

Jobs sagte dem „Wall Street Journal“, man habe diese Hintertür ausschließlich eingebaut, um die iPhone-Käufer zu schützen. Um beispielsweise eine Anwendung aus Apples „App Store“ entfernen zu können, die heimlich private Nutzerdaten ausspäht und verschickt – sollte so etwas jemals geschehen.

Apple schützt also vor dem Ausspähen, dadurch dass sie selbst auf das gerät Zugriff haben. HALLO? Und wer kann über diese Lücke noch alles auf das IPhone schaun? Hat das BKA schon – natürlich gegen Zahlung einer netten Gebühr – Zugriff auf die Schnettstelle erhalten? Über die NSA brauchen wir uns nicht unterhalten, die greifen eh auf alles zu, was irgendwo auch nur ansatzweise Zugriff gewährt.

Ich würde – spätestens jetzt – ein IPhone nichtmal mehr geschenkt haben wollen.

Wir brauchen mehr Angst!

Zumindest lese ich so die immer wiederkehrenden Warnungen des BKA und des Innenministers, welche periodisch immer wieder Szenarien „Terrorgefahr in Deutschland“ oder „Terrorgefahr wächst“ vermelden. Aktuell ist im SPON zu lesen, dass

Die Behörde (Anmerk.: gemeint ist das BKA)  geht inzwischen fest davon aus, dass Terrornetzwerke wie al-Qaida Anschläge in Deutschland verüben wollen.

Ja, damit könnte man einen Hund hinterm Ofen hervorlocken, wenn dieses „geht davon aus“ nicht in Abstand von 3 Monaten immer wieder gebetsmühlenartig wiederholt werden würde.

Liebes BKA:

  1. Immer wiederkehrende Warnungen sind kontraproduktiv was akute Reaktionen der Zielgruppe angeht.
  2. Welche Gesetzesverschärfungen stehen aktuell an, dass diese Meldung mitten in das Sommerloch platziert wird?
  3. WIE unfähig sind eure Ermittler und Zielfahnder, wenn euer Chef Zierke vom Spiegel zitiert wird

„Ziercke warnte insbesondere vor einem Anschlag des bei der IJU trainierten Deutschen Eric B. Der aus dem Saarland stammende Islamist hält sich mutmaßlich in einem Lager in Pakistan oder Afghanistan auf, wie SPIEGEL ONLINE mehrfach berichtete.“

Könnt ihr diesen Gefährder so gar nicht überwachen? WENN dieser Mann so gefährlich ist, gibt es dann keinen Richter, der euch alle rechtsstaatlichen Mittel freigibt, diese Gefahr zu minieren?

Mal ehrlich: Seid ihr so unfähig, oder haltet ihr eure Lohnzahler (die steuerzahlenden Bürger) für bescheuert?

Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt

Das schöne ich Deutschland ist ja, dass wir Gesetze, Richtlinien und Rechte haben. Selbst wenn man von der Gesellschaft als „ganz unten“ angesehen wird, so hat man diese Rechte- ja, sogar Hartz-IV Empfänger haben Rechte. Nicht nur der unterbezahlte und überarbeitete (die tun mir auch meistens leid) Arge-Mitarbeiter, auch derjenige auf der anderen Seite des Schreibtsiches hat Rechte.

SPON berichtet, dass in diesem Jahr(2008) 61.979 Klagen gegen zu geringe Leistungen der Arges angestrngt wurden. Diese Zahl an sich ist schon mal beachtlich. Nun könnten böse Zungen behaupten: Jaja, die klagen halt alle, diese Nichtsnutze“. Aber derjenige würde sich deutlich irren, denn

Fast jede zweites Verfahren endet dem Richter zufolge für die Kläger zumindest mit einem teilweisen Erfolg.

Da ich einmal davon ausgehe (was sehr wahrscheinlich legitim ist), dass längst nicht jeder Hartz-IV Empfänger versucht sein Recht auf dem Klageweg zu erstreiten, bleibt eine feine hohe bemerkenswerte Dunkelziffer von Menschen, die vom Staat VERARSCHT werden und sich sowohl Bund als auch Kommunen schlapp lachen, wie dumm doch das Volk ist. Leider ist dieser Personenkreis auch weitgehend von freier Berichterstattung (indirekte Zensur durch Entzug der Informationsquellen..) getrennt, so dass Quellen wie das Internet nicht wirklich jedem zur Verfügung stehen.