NARF!!! Geburtstag vergessen – Happy Birthday!

Tja, das kann ja mal untergehen… Ich stellte gerade fest, dass die Domain unter der hier gearbeitet wird schon seit über 10 Jahren in meinem Besitz ist.  Schon am 02.10.1998 feierte koepke.net Geburtstag.

Anlässlich dieses „Ehrentages“ möchte ich kurz mitteilen, wie das damals – vor etwas über 10 Jahren – so mit den Domains in Deutschland aussah:

Ich wurde damals in der „Szene“ angesprochen, wieso ich denn nicht mehr bei $Arbeitgeber arbeiten würde und warum ich umgezogen wäre. Meine Reaktion war Verwirrtheit, denn ich hatte mich weder selbstständig gemacht, noch hatte ich meinen Wohnsitz in ein anderes Bundesland verlegt.

Des Rätsels Lösung: Die Menge der .de-Domains war noch recht übersichtlich und so fiel es der $Szene auf, dass ein Mensch Namens $Vorname $Nachname mit einer 100%igen Variablenübereinstimmung die Domain koepke.de registriert hatte. Da Internetaffinität damals noch nicht so aufgeprägt war, stellte „die Szene“ eindeutig fest: Das ist der Holli. War er aber nicht.

Allerdings setzte diese Fehleinschätzung meine Synapsen in Gang und ich kam auf die Idee mir die koepke.net zu registrieren, bevor ich am Ende domainlos darben müsste – .com war doof. Ja, aber mach das mal im Jahre 1998. Da war  „klicken Sie bitte hier und Sie erhalten .com, .net.org“ noch nicht möglich. Fuer eine .net-Domain musste man damals nachweisen, dass der Domainholder eine „Netzverwaltungseinrichtung“ (Amtsschimmelbezeichnung für Provider o.ä.) sein ist. Also schwupp-di-bupp eine Internettechnology GbR gegründet, ganz viel Geld für die Domain bezahlt und (zu damaliger Zeit) eine „Fuchsschwanzdomain“ (.net) besessen.

Also: Happy Burzeltag koepke.net – und auch ein nachträgliches Happy Birthday an die Domain des anderen Holger, die ein oder zwei Tage älter sein müsste 🙂

PS: Wie kam ich eigentlich darauf, zu schaun wie alt meine Domain ist: Lars Hinrichs twitterte, dass er im Besitz der Domain supermodels.de sei. Ich fragte mich wann er solch eine Domain wohl registriert hatte.. Es war 1998. Und wenn man schon mal dabei ist… Naja, sowas kommt von sowas..

Geschmacklosigkeit hat einen neuen Namen: DDB

Wie herunter gekommen muss ein Werbefuzzi sein, wenn er jegliche Ansätze von Feingefühl hinter sich lässt und selbst emotionale Grobmotoriker erschrocken zusammenzucken.

Bei Meetinx bin ich über eine Werbekampagne (hier bei Coloribus) der Lokalisten gestolpert, die das Potential hat die Lokalisten zu einem NoGo zu machen. Die Aussage der Spots: Um dich herum krepieren Menschen, aber mache dir keine Gedanken, wenn Du Kunde bei Lokalisten bist. Wie verachtend und asozial die Kernaussage ist, wird sich dem typischen Werbefuzzi, der solchen Dreck verzapft sicherlich nicht erschliessen.

Aber:

Wie turi2 berichtet, ist der Hauptgesellschafter SevenOne Intermedia (ProSieben.Sat.1-Gruppe) sehr schockiert über diese Kampagne. Laut dem Unternehmenssprecher hätten die Lokalisten den Entwurf der Werbeagentur DDB Berlin bis gestern nicht einmal gekannt. Scheinbar habe die Agentur kein explizites Mandat gehabt sondern sei von sich aus aktiv geworden. Die Agentur wurde laut dem Bericht von turi2 umgehend abgemahnt.

So wie es aussieht, ist diese Studie „mal eben“ von DDB lanciert worden, offensichtlich um darauf hinzuweisen, in welcher Art von Werbung in Zukunft die Werbeagentur DDB Anzeigen für  Volkswagen, Bunte, Ikea, Deutsche Bahn (naja, bei DENEN wundert mich gar nichts) und viele andere  erstellen könnte.

So besteht Potential, dass sich selbst etablierte Werbekunden dem Niveau von Dschungelcamp und Deutschland sucht den Superstar angleichen.

Mein Kommentar: Widerlich! So widerlich, dass ich Abstand davon nehme, die Grafik hier einzubinden. Sollte  das ein Versuch von DDB sein sollte virales Marketing zu probieren, kann man getrost davon ausgehen, dass es nach hinten losging. Pest und Cholera über Menschen, die auf solche Ideen kommen und es am Ende unter künstlerischer Freiheit laufen lassen.

HSH Nordbank: Namenswitze sind zugegeben blöd

Aber der Chef der HSH-Nordbank Dirk Jens Nonnenmacher darf sicherlich auch als Schuldenmacher betituliert werden. Noch vor zwei Tagen durfte man den Medien entnehmen, WIE schlecht es der HSH geht:

Dirk Jens Nonnenmacher muss die HSH Nordbank retten – und 3 Mrd. Euro frisches Kapital auftreiben.

schreib die FTD nach am 16.02.2009. Auch die Information

Um überhaupt zu überleben, benötigt die HSH Insidern zufolge erst einmal 3 Mrd. Euro frisches Kapital und neue Staatsgarantien über 10 Mrd. Euro.

kann man dem Artikel entnehmen. Aber der Herr Nonnenmacher ist schon dabei massiv einzusparen – zumindest wenn man dem NDR glauben schenken darf:

Trotz des Milliarden-Verlustes im vergangenen Jahr will die schwer angeschlagene HSH Nordbank bis zu 200 Millionen Euro an ihre Anteilseigner ausschütten. Nutznießer sind neben institutionellen Investoren wie etwa Pensionskassen auch einige Privatanleger. Ein Sprecher der Bank bestätigte der NDR 1 Welle Nord einen entsprechenden Bericht des „Hamburger Abendblatts“ (Mittwochausgabe). Es sei ein „normaler Vorgang“. (Hervorhebung von mir)

Abgesehen von der psychologisch intelligenten Verunwichtigung der Privatanleger – es geht ja nur um Institute und Pensionskasse – werde ich so langsam RICHTIG böse, was da so alles von unseren Steuergelder bezahlt werden soll. Was die 1.100 Mitarbeiter der HSH dazu sagen, denen die Kündigung ins Haus steht, weiss ich auch nicht. Den 1.100 Mitarbeitern, die jetzt zum Arbeitsamt rennen, hätte man von den 200 Millionen noch 40 Monate weiterhin das Gehalt zahlen können – bei geratenen Lohnkosten von 5.000€.

Aber schaut auch mal das Foto von dem Nonnemacher an, dass der NDR als erstes in den Artikel gesetzt hat. Ist das Zufall, oder ist das der Bruder von dem Kai Dieckmann von der Bild