T-Mobile raucht zu viel iPhone

erst mahnt der Teil eines ehemaligen Staatsunternehmens den Vertrieb von anonymisierten SIM-Karten und nun wird es ganz bunt: T-Mobile will seinen Kunden vorschreiben, welche Software auf den iPhone installiert wird und welche nicht. Gegen SipGate z.B. hat die Telekom etwas, denn mittels der von Indigo Networks entwickelten Software kann der iPhone-Nutzer über das WLAN mittels VoIP an der Gebührenstruktur der T-Mobile vorbei telefonieren und DAS geht ja nun mal so gar nicht.

Dem Heise-Ticker ist zu entnehmen:

Außerdem stößt sich T-Mobile daran, dass die Software sich ausschließlich auf „hacked devices“ installieren lasse. Die Software sei außerdem darauf ausgerichtet, die Software auf dem iPhone zu knacken. T-Mobile weise Kunden darauf hin, dass die technischen Voreinstellungen des iPhone nicht geändert werden dürften.

Ja, also wo kommen wir denn da hin, wenn die Kunden nun auf einmal anfangen „Technische Voreinstellungen“ eines Computers zu ändern. Anscheinend haben die zuständigen Herren bei T-Mobile bis zum heutigen Tag nicht realisiert, dass das iPhone eigentlich ein Computer ist, mit dem zufällig auch telefonieren kann.

Ich sollte mir mehr vertrauen

Gestern las ich bei der Tagesschau, dass sich unsere Frau Bundesmerkel äusserte:

„Im Arbeitslosengeld II haben wir die sogenannte Erstattung der Kosten der Unterkunft, wonach alle Heizkosten und Stromrechnungen voll erstattet werden.“

Ich grübelte und war der Meinung, dass die Stromkosten eben NICHT separat voll erstattet werden, sondern über den Regelsatz abgegolten sind. Aber ich hätte mich ja täuschen können. Habe ich aber nicht, denn heute rudert Bundespresseamt via Tagesschau zurück und

Richtig ist jedoch, dass die Heizkosten in voller Höhe übernommen werden, soweit sie angemessen sind. Die Stromkosten werden dagegen nicht voll erstattet, sondern sind im Regelsatz enthalten.

bestätigt mir, was mir mein Hinterkopf schon gestern mitzuteilen versuchte: Die Stromrechnung ist nicht separat im Hartz-IV enthalten sondern muss vom Regelsatz bezahlt werden.

Tja, ist doch toll, wenn unsere Regierenden so genau wissen, wie sie mit uns umgehen. Aber wen interessieren schon Hartz-IV Empfänger? Die Kanzlerin und das Bundespresseamt gewiss nicht.

Ich habe sie IMMER gehasst

die Bürokraten. Egal wo. Schon sehr früh habe ich den Begriff „Behörde“ für alle zu grossen Organisationsstrukturen benutzt. Im Tagesschau-Blog wird heute mal wieder sehr anschaulich erklärt, wie gross die Gefahr durch Sesselpupser ist, die nicht etwaige Erfolge sondern ausschliesslich Vorschriften im Kopf haben.

Der Fall: Das Feldlager der ISAF-Truppen in Mazar-E-Sharif im Norden Afghanistans wird unter anderem von einer Sicherungstruppe geschützt. Die wollte eine Sirene haben, um bei Alarm schnell allen im Lager kundtun zu können, dass etwas nicht stimmt und etwa ein Raketenangriff auf das Lager bevorsteht. Doch die Soldaten hatte die Rechnung ohne die Schreibtisch-Soldaten in der Wehrverwaltung gemacht. Denn die untersagten die Sirene. Aus Lärmschutzgründen – kein Witz.

Na, dass ist doch mal eine sinnvolle Umsetzung der Vorschriften. So kann man im Schlaf sterben und muss sich als Soldat nicht vorher alarmmässig anziehen und den – eventuellen – Feind abwehren.Ich empfehle den dort stationierten Einheiten die Anschaffung einer Luftdruckhupe, wie sie unsere Fussballfans nutzen. Kostet nicht viel und eine Kollekte für diesen Zweck werden ALLE dort stationierten Soldaten ganz sicher unterstützen.

Ich bin froh in einer Einheit gedient zu haben, in welcher der Erfolg einer Mission wichtiger war, als das Einhalten der dämlichen Vorschriften. Manchmal sind Vorschriften DEUTLICH kontraproduktiv.

Nachsatz: Bevor es jemand falsch versteht: Das Ignorieren einiger Vorschriften in Ausnahmefällen hat NICHT dazu geführt, das gegen Gesetze oder ähnliches verstossen wurde. Nur die dämlichen Vorschriften (wie Arbeitsschutz) wurde TEILWEISE umgangen, weil es eben deutlich sinnvoll war.