Wichtig sein und sich wichtig nehmen – Printmedien online

Ja, die Medienkonzerne der Printwelt sind schon ein Majorplayer – man könnte sie sogar als Tiger bezeichnen, als Papiertiger.

Da erstellen sie die sogenannte „Hamburger Erklärung“ und verkünden der Welt wie böse Google und andere Suchmaschinen für sie sind, vergessen aber ihre eigene Onlineunwichtigkeit in Relation zu setzen. Diese Relation wird nun von einer Presseerklärung der Reach Group GmbH gerade gerückt:

Nur gut fünf Prozent der Top-10-Ergebnisse gehören zu den Verlags-Angeboten. Anders formuliert: 95 % aller deutschen Suchabfragen beinhalten auch jetzt schon keine Ergebnisse von Verlagsseiten auf Seite eins.

Interessant ist, dass Wikipedia.org mehr Nummer-1 Treffer bei Google hat, als alle Unterzeichner der Hamburger Erklärung zusammen:

Aber so kennt man sie, die Springers und Burdas unserer Nation: Grosse Meldungen und wenig bis nichts dahinter.

Eigentum verpflichtet seinen eigenen Besitz rücksichtslos zu mehren

Der Burda Verlag beklagt sich und weint bittere und große Tränen, dass diese Mitnahmementalität des Internets seine (überholte) Geschäftsidee der Printmedien unterwandere. Ja, der arme Burda, alles womit die Besitzstandbewahrer ihr Kapital nicht vermehren können ist böse. Es sei denn…

Ja, es sei denn sie können mit diesem Teufelswerk Internet ANDERE sich selbst bereichern, DANN ist alles wieder gut.

Mary ist so ein Fall.

Vor einem Jahr hat die mittlerweile schon wieder eingestellte Zeitschrift „Young“ des Burda Verlags neun meiner Stil in Berlin Bilder für eine siebenseitige Story verwendet. Ohne Erlaubnis. Ohne Credit. Ohne Honorar.

Ja, wie kommt so eine kleine Göre aus Berlin denn dazu den grossen Burda-Verlag zu kritisieren? Die soll froh sein, das Sie noch Geld zum bloggen hat und nicht auf Hartz-IV angewiesen ist. Nur dumm, dass die Mary sich wehrt und gegen Burda sogar Klage eingereicht hat. Ich sage BRAVO! Mir gehen diese Geldsäcke so richtig auf den Keks, die einzig IHREN Kontostand im Auge haben und die sich einen SCHEISSDRECK darum kehren, wie sie zu mehr Ertrag kommen.

Die Lesart von „Eigentum verpflichtet“ ist in diesen Kreisen „Eigentum verpflichtet seinen eigenen Besitz rücksichtslos zu mehren“