Ehrliche Politik – ENDLICH!

Ich mag ehrliche Politik, die offen heraus sagt welche Richtung sie nimmt. Der CSU ist offensichtlich klar, dass es nur noch mit massiver Speicherung von Daten voran geht. Da kann man nur hoffen, dass möglichst viele Wähler den Datensatz „CSU wählen“ auf einem USB-Stick haben und diesen verlieren, oder aber diese Datensätze gleich bei irgendeinem Wahladresse-Dealer vertickern…

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Das Bild steht unter der Lizenz CC-BY-NC-ND-3.0-Germany, Quelle: horatiorama.

Quelle TAZ-Blog via Netzpolitik.org

DER Frau würde ich sofort Asyl in Hamburg geben

Wirtschaftlich motiviertes Asyl wird man Sabine Czerny – einer Lehrerin aus München sicher nicht unterstellen. Aber politisches Asyl scheint angebracht.

Sabine Czerny ist in München geschasst, weil ihre Schüler zu gute Noten hatten. Nicht, dass Frau Czerny die Arbeiten zu simpel ausgelegt hätte, es betrifft auch klassenübergreifenden Vergleichsarbeiten. Ja, soweit ist es in unserer Gesellschaft, wenn jemand im Staatsdienst – und dazu noch im Bildungswesen – zu gute Arbeit leistet, zwangsversetzt.

Czernys Erfolge machen offenbar nervös. Schon an der Vorgängerschule hatten die auffälligen Lernzuwächse mit einer zweiten Klasse zur Konfrontation mit dem zuständigen Schulrat geführt. „Sie haben sich an das Niveau der Parallelkollegen anzupassen!“, wies der Mann seine Lehrerin an.

beschreibt die TAZ das Problem der Lehrerin. So also funktioniert das: Bitte halten sie die Kind künstlich doof – BLOSS nicht lehren, bloss nicht den Bildungsauftrag komplett erfüllen. Denn schliesslich müssen die Kids dumm bleiben, nachher wählen die noch etwas anderes als CSU – obschon doch ausgerechnet München eine recht starke SPD hat.. Söltsam, das alles….

Der Pfaffe und der Fürst

Gewaltenteilung ist keine neue Erfindung, die es erst seit dem Grundgesetz gibt. Gewaltenteilung gibt es seit Jahrhunderten. Die Gegenspieler waren historisch der klerale Ast der Macht, sowie der weltliche (Fürsten, Herzoge etc. pp.). Gegenseitig haben sich diese beide Waagschalen der Kräfte immer mal wieder auf die Füsse getreten und selbst Könige mussten das Büßergewand überstreifen, wenn sie dem Pfaffen auf die Füsse traten – remember Canossa. Wäre Heinrich IV Bayer gewesen, hätte er sich den Fussmarsch sparen können. Hätte er den Gläubigen nur genug Geld gezahlt, dann hätte Gregor VII sicher Gnade vor Recht ergehen lassen.

Wie ich auf solch hahnebüchenen Unsinn komme? Na, ist recht einfach: Der TAZ entnehme ich eben, dass

Jedes Jahr fließen etwa 60 Millionen Euro aus dem bayerischen Haushalt an die katholische Kirche. Damit werden Kirchengebäude erhalten und das Gehalt von Priestern bezuschusst, auch das von Bischöfen. Allein der Münchner Erzbischof Reinhard Marx bekommt jeden Monat etwa 10.000 Euro vom Staat.

Na, und für diese Silberlinge kann man doch wohl etwas wohlwollendes, machterhaltendes Geschwafel von der Kanzel erwarten, oder? Kein Wunder also, wenn die CSU nun lospoltert, wenn ausgerechnet so ein „Anarcho“-Politiker der Grünen diese Regelung von 1924 als nicht mehr zeitgemäss bezeichnet.

„Angriff auf die christliche Leitkultur und die gläubigen Christen“, schimpfte Bayerns Ministerpräsident Günter Beckstein

lässt sich der TAZ entnehmen. Ja, der Beckstein, der hat es wahrlich drauf. Wenn man den Pfaffen mehr als nur die Kirchensteuer zukommen lässt, dann wird Luzifer die Macht übernehmen, oder noch schlimmer: Die Sozi, oder gar die Kommunisten (damit meint Beckstein dann die Linke).

Ich finde es herrlich, wie sich die „Mächtigen“ sich gegenseitig die Gelder der Steuerzahler zuschanzen – Hauptsache die Seele kommt in den Himmel und die Andacht wird gemäß der Regierenden gehalten.