Nachtrag zu „ehrliche Worte des IOC“

nun bringt die Tagesschau auch „Butter bei die Fische“

Mehr als fünf Milliarden Dollar Marketingeinnahmen meldet das IOC für die Spiele in Turin und Peking.

Und

„Es wird eine Steigerung von 25 bis 30 Prozent geben“, sagte IOC-Marketingchef Gerhard Heiberg der Nachrichtenagnetur dpa

Da kriegt doch der Begriff Goldmedaille eine ganz neue Bedeutung. Dreckkapitalistenpack! Mir tun die Sportler – die doch nur alls Staffage benötigt werden –  dabei wirklich leid!

Endlich EHRLICHE Worte vom IOC

In der Tagesschau findet sich ein Bericht über die wirklichen Hauptdarsteller und Nutzniesser der Olympiade in China. Für deren Rechte ist das IOC sogar bereit zu klagen. Und nein, es geht (wie der geneigte Leser sicherlich vermutet) bei den Hauptpersonen nicht um die Sportler, sondern um die Sponsoren, die schliesslich dafür sorge tragen, dass die IOC Kasse klingelt:

Die Geldgeber fürchten, dass wegen der scharfen Sicherheitsvorkehrungen rund um das Olympiastadion nicht genügend Besucher auf das sogenannte Olympic Green vorgelassen würden. Dort präsentieren die Sponsoren ihre Produkte. „Wenn niemand hereingelassen wird, die Produkte anzusehen, ist das herausgeworfenes Geld“, so Heiberg in der „Welt“. Er kündigte an, in diesem Falle die chinesischen Behörden zu verklagen.

Der zitierte Gerhard Heiberg ist Marketing-Chef des Olympischen Komitees (IOC)….

Die Judikative ist NICHT komplett merkbefreit

Dem Lawblog entnehme ich heute die Information, dass es noch Hoffnung auf Intelligenz in der Judikative gibt. In Nordrhein-Westfalen ist es aufgefallen, dass der Rechtsstaat von der Abmahnindustrie ausgenutzt wurde.

Wer sich für lau Sex-Filmchen oder Musik aus dem Internet auf die Festplatte des heimischen PC lädt und damit die Weiterverbreitung dieser Dateien riskiert, wird strafrechtlich nicht mehr automatisch verfolgt. Auf diese Linie haben sich die drei Generalstaatsanwälte in Nordrhein-Westfalen geeinigt.

Und weiter:

„Wir sollen letztlich nur zivilrechtliche Interessen bedienen“, hieß es bei der Staatsanwaltschaft Wuppertal, „dabei entstehen dem Staat hohe Kosten“. Hochgerechnet allein für Düsseldorf, Essen und Wuppertal 2.100.000 Euro. Das ist verlorenes Geld, weil die Staatsanwaltschaften es nicht von den Anwälten zurückfordern können.