Ich plädiere für Auspeitschungen

Wen will das Reizzentrum denn auspeitschen, wird der geneigte Leser/die geneigte Leserin nun fragen. Ganz einfach: Die Kundenberater ind Banken und Sparkassen, die alten Leuten das Ersparte aus dem Kreuz leiern um ihnen Aktienpakete zu verkaufen. Ja, die alten Damen kann man ja ordentlich barbieren um sich beim Bereichsleiter zu profilieren.

Ein Bankkaufmann – den ich bei der Bundeswehr kennen lernte – liess sich bei der Bundeswehr umschulen, weil er keine Lust mehr hatte in der bank zu arbeiten. Warum? Weil er Quoten zu erfüllen hatte: Er musste x % von den Anlagemöglichkeiten verkaufen, an denen die bank ordentlich verdiente, bevor er auch mal ein paar Anlegern etwas verkaufen durfte, was für die Anleger wirklich gut war. DAS war etwas, dass Heiko (so heisst der redliche, ehemalige Bankkaufmann der Haspa), nicht mehr mit seinem Gewissen vereinbaren wollte.

Aber es gibt sie noch, diese Aasgeier der Wirtschaft, die wie ein vampirähnlich die „Kunden“ auslutschen, bis nur eine leere Hülle überbleibt und alles brauchbare den Besitzer gewechselt hat.

Das glaubt ihr nicht? Na, dann lest diese Story im SPON.

Nackenschmerzen

Ja, von den Amerikanern können wir wahrlich noch eine Menge lernen. Nachdem gestern diejenigen die Zügel in der Hand hielten, die den Bankern eben NICHT das 700 Milliarden-Paket mit Schmackes in den Popo schieben wollten, schimpfen heute die Banker, dass die amerikanischen Parlamentarier heute in den Kurzurlaub wegen des jüdischen Neujahrsfest „Rosch ha-Schana“, welches in Washington ein Kongress-Feiertag ist.

Die Amis sind doch auch vollplemplem. JEDER Unternehmer streitet für seine Selbstverantwortung, keine Einmischung der Politik. Aber wenn sie in der Scheisse stecken, schreien sie nach Mama und wollen an die Mutterbrust des Geldes der Steuerzahler. Die Politiker hingegen, treten den Unternehmern in den Popo und zeigen ihnen den altbekannten Finger.

Dazwischen stehen die „normalen“ Menschen, die ihre Ersparnisse in Aktien (welche sich im freien Fall befinden) angelegt haben und erwarten nun, dass der Staat die Aktien stützt. Aber welche Möglichkeit hat denn der Staat die Aktienkurse zu stützen? Das Steuergeld ALLE US-Bürger nutzen, um das Kapital der Aktionäre zu stützen. Ja, sag mal, geht’s denn noch? JEDER, der einen IQ oberhalb der Raumtemperatur hat, weiss dass Aktien KEINE Garantiegewinne abwerfen. Genau wegen des Risikos wird ja auf grosser Erträge spekuliert.

Ich muss nachher zu meinem Orthopäden, vor lauter Kopfschütteln habe ich Nackenschmerzen.

Liebe Web-Designer, das wird jetzt sehr-sehr hart für euch

Euren Kunden (Web-Zugreifern) ist die Zugriffsgeschwindigkeit und der „nackte“ Inhalt wichtiger als eure Bunti-Flashi Spielereien. Via Robert wurde ich auf diese Studie aufmerksam, die einen Puristen wie mich bestärkt:

While designers focus on complex functionality and organizations focus on good visual design, web site visitors are looking for simple, accurate, fast, and easily navigable web sites, preferably with links to information they seek. A significant number of comments revolved around the need for speedy access, including but not limited to download speed, in order to find the information visitors are looking for. Only a handful of designers and organizations mentioned speed of access (including download speed) as a critical element of site design. Since the importance of speed of access was not a question on the survey, the results were gathered from information typed in the comment field by the respondents. Even in a broadband age, visitors value fast sites, both those that are fast loading and those that quickly deliver sought-after information

Liebe Web-Designer und Grafiker im Bereich Onlinemedien, wenn eure Kunden diese Studie (PDF) in die Finger bekommen, ist es Essig mit Flash und Grafikdesignstudien. Da wird dann wieder nacktes HTML gefragt sein – CONTENT heisst das Zauberwort – und eben nicht die bunte Verpackung.