Wie sich die Zeiten doch ändern

Gerade sagte meine Prinzessin zu mir:“Möönsch, dass muss doch stimmen, das war doch im Fernsehen“. Und mir wurde – wieder einmal – klar, wie sich doch unsere Wahrnehmung verändern muss. Früher war es so, dass die Frage „Hast Du das mit eigenen Augen gesehen?“ die Möglichkeit des Fernsehens (oder auch des Bildes) mit einschloss.

Diese Zeiten sind aber lange vorbei und wir müssen uns das immer und immer wieder vor Augen halten. „Mit eigenen Augen gesehen“ schliesst ALLE Medien aus! Dies gilt auch für dieses Blog, das Internet sowieso, Bücher und all der Schnarz.

SEHR allergisch reagiere ich persönlich auch auf den Satz:“Das timmt, ich habe es in einem Buch gelesen“. Irgendwann werde ich ein Buch schreiben, in dem ICH die Welt in nur zwei Tagen erschaffe, die eine chirurgisch einsetzbare Atomwaffe und sozialverantwortlich handelnde Manager und Politiker kreiere. Dann kann man auch diesbezüglich sagen: Stimmt alles, ich habe es in einem Buch gelesen.

PS: Meine Prinzessin meinte es ironisch!

Spreeblick ich liebe dich – Kiffen im Knast

für diesen wundervollen Trüffelartikel im Blogwald. Malte Welding beleuchtet den Nonviolent Offenders Rehabilitation Act, welcher in Kalifornien dazu führen soll, dass der Cannabis-Genuß nicht mehr mit Gefängnisstrafe geahndet werden soll.

Unterstützen tun dies: California Nurses Association, California Society of Addiction Medicine, the California League of Women Voters und der California Academy of Family Physicians.

Der grosse Gegner sind die…. *Trommelwirbel* die California Beer and Beverage Distributors. Auch die amerikanischen Gefängniswärter(!!)sind dagegen, die haben sogar schon 2 Millionen US-Dollar für die Gegenkampagne gesammelt.

Vorstandsgehälter werden zur Geheimsache

zumindest, wenn man dem Vorstand der Deutschen Bundesbahn glauben schenken mag, der von der Welt wie folgt zitiert wird:

Der Vorstand gehe davon aus, dass Vergütungsangelegenheiten nicht in die Öffentlichkeit gehörten.

Ich will ja nicht unken, aber ich schätze mal, dass der MähMehdorn im Moment das Gefühl hat ein wenig Oberwasser zu bekommen, da erste Stimmen den Herrn Vekehrsminister Tiefensee ja sogar schon zum Rücktritt auffordern. Die FAZ schreib:

Der Streit um den Börsengang-Bonus hat sich zu einem offenen Machtkampf zwischen Bahnchef Hartmut Mehdorn und Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee gesteigert.

Ja, SO macht man das: In Deckung bleiben, solang man selbst in der Schusslinie steht – wenn der Gegner aber angeschossen wird, rausspringen und voll drauf halten. Geschickt gemacht Herr Mehdorn. Aber – für mich – leider viel zu durchsichtig die Aktion