Dieser Staat steht mir nicht wie ein Feind, sondern wie ein Trottel gegenüber.

diese Einsicht traf den Schriftsteller Ulrich Ritzel wie ein Donnerschlag. Durch Dummheit und offensichtliche Imkompetenz wurde der Schriftsteller fälschlicherweise observiert. Die Story ist so genial, die MUSS man einfach mal gelesen haben.

Auszüge aus dem Artikel des Stern:

Nachdem die Bundestagsabgeordneten am Donnerstag im BND-Untersuchungsausschuss Ritzel gehört hatten, waren sie sich zumindest in einem Punkt einig: Dümmer als in seinem Fall kann sich ein Geheimdienst nicht anstellen. Der FDP-Mann Hellmut Könighaus war hinterher „sehr froh, dass wir hier nicht die Dummheit des BND untersuchen“.

Wenigstens wird Herr Uhrlau mit den Worten zitiert: „Ich habe gegoogelt.“ Wenigstens DAS können die ansatzweise.

via Fefe

Die CDU und die Stasi

Wie oft hört man den Vorwurf aus den reihen der CDU, dass die Linke doch nur eine SED-Nachfolgeorganisation ist. So verunglimpft man den politischen Konkurenten und stellt sich selbst ein bisschen besser dar. Nein, sagt die CDU, WIR haben keine SEDler in unseren Reihen.

Das mag vielleicht stimmen, aber Stasi-Schnüffler – gemeinhin als IM (Informeller Mitarbeiter) bekannt – die haben die schon. Sogar als Bürgermeister eingesetzt. Aber wenn schon CDU-IM, dann auch richtig, denn der CDU-Mann ist noch eine richtig dämliche Version eines IM:

Zu Pusch fand sich keine Akte, wohl aber zu Jestel. Zum Inoffiziellen Mitarbeiter mit Decknamen „Möschke“ gibt es eine Verpflichtungserklärung, Treffberichte und Belege für Geldzahlungen. Wie ungünstig, dass Jestel 1998 als Stadtverordneter eine Erklärung unterschrieben hatte, niemals Stasi-Zuträger gewesen zu sein.

schreibt der Spiegel über den Bürgermeister des brandenburgischen Welzow, Reiner Jestel. Eine Bürgerin aus Welzow kommentiert:

„Erst die Leute bespitzeln“, schnaubt sie, „dann auch noch lügen, das ist zu viel.“

und meint damit sehr wohl den Stasi-Bürgermeister Jestel und nicht den Bahn-Chef Mehdorn.

Steuerzahler finanziert nochmal kräftig den Atomstrom: Asse wird geschlossen

Die gute Nachricht: Das marode Atommülllager Asse wird geschlossen

Die schlechte Nachricht: Die Steuerzahler (Du & Ich & all die anderen Deppen)) zahlen die Kosten – das würde ja sonst vom Ertrag der Energiekonzerne – und noch schlimmer von der Dividende der Aktionäre – abgezogen werden müssen.

Der Tagesschau ist zu entnehmen:

Grüne und Linke kritisierten die Regelung scharf. Die Grünen-Abgeordnete Sylvia Kotting-Uhl sagte, die Regierung spanne damit einen „Schutzschirm über die Milliardengewinne der Atomindustrie“. Dorothée Menzner von der Linkspartei betonte, die Steuerzahler müssten nun die Kosten übernehmen, obwohl Stromkonzerne seit Jahrzehnten nur Gewinne machen würden. […..] Geschätzt wird, dass die Sicherung des Atommülls mehr als zwei Milliarden Euro kosten dürfte.

Na dann mal Prost – wir (Steuerzahler) haben ja auch gerade keine anderen Probleme.

Damit das klar ist: Ich bin NICHT gegen die Aufgabe der Atomwüste Assen, keineswegs. Aber das die Energiekonzerne den Atomstrom auch ausserhalb Deutschlands zu geld gemacht haben, wir doofen Deutschen aber die Kosten am Arsch haben, DAS regt mich auf!