Wie viele Arbeitslose gibt es in Deutschland?

Dazu gibt es in der FTD einen schönen Artikel:

Offiziell waren im Jahr 2008 durchschnittlich 3,3 Millionen Menschen arbeitslos. Zur genauen Darstellung der Unterbeschäftigung müsste nach Angaben des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) aber auch die „stille Reserve“ von derzeit 1,15 Millionen Menschen gezählt werden. Zur „stillen Reserve“ rechnet das Institut Männer und Frauen, die keine Beschäftigung haben, grundsätzlich aber erwerbsbereit sind. Außerdem fehlten in den offiziellen Berechnungen der Bundesagentur für Arbeit (BA) die Ein-Euro-Jobber sowie die Teilnehmer an Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen.

Sehr lesenswert

NUN wird es eng in Thüringen, gar keinen oder ein verurteilter fahrlässiger Totschläger als Ministerpräsident?

Auch wenn Althaus nach österreichischem Recht – trotz der Verurteilung als Schuldiger einer fahrlässigen Tötung – nicht als vorbestraft gilt, ist es entweder höhnisch oder einfach nur konsequent von der Thüringischen CDU diesen Dieter Althaus weiterhin als Spitzenkandidat für die anstehende Wahl rennen zu lassen. Der MDR schreibt dazu:

Rein rechtlich kann Althaus auch nach dem Urteil für das Amt des Ministerpräsidenten kandidieren. Das sogenannte passive Wahlrecht verliert in Deutschland nur, wer von einem deutschen Gericht zu einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr verurteilt worden ist.

Der Spiegel schreibt dazu:

Der Verteidiger des CDU-Politikers, Walter Kreissl, hatte einen Antrag gestellt, „wonach sich der Angeklagte im Sinne der im Ermittlungsverfahren ausreichend geklärten Umstände im Zusammenhang mit dem Skiunfall vom 01.01.2009, bei welchem Frau Beata C. tödlich verletzt wurde, geständig verantworten werde sowie der Verlesung sämtlicher Ermittlungsergebnisse zustimme“. Im Klartext: Althaus ließ sich im Kern auf die Schilderung des Skiunglücks vom Neujahrstag ein, wie der Gutachter sie verfasst hatte. In dessen Bericht wird Althaus eine wesentliche Schuld an dem tödlichen Unfall gegeben. (Hervorhebung von mir)

Ich möchte hier nochmals in aller Deutlichkeit festhalten: In Thüringen stellt die CDU einen Kandidaten zur Wahl des Ministerpräsidenten auf, der fahrlässig einen Menschen getötet hat. Er hat nicht Steuergelder verplembert oder sich an Lobbyistengelder redlich getan, er hat das getan, was in unserer Volksgemeinschaft die mit folgenschwerste Tat ist, die man begehen kann. Er hat durch fahrlässigkeit den Tod eines Menschen verschuldet.

Wie weit muss es mit diesem Land schon bergab gegangen sein, wenn wir uns von solchen Menschen regieren lassen? Sowas kennt man sonst nur aus Südamerika oder afrikanischen Kleinststaaten.

Mit der Abwrackprämie subventionieren wir Arbeitsplätze im Ausland

Was ich hier an verschiedenen Stellen bereits prophezeite wird nun von der FTD zementiert:

Krise? Welche Krise? Dank der Abwrackprämie nimmt der deutsche Automarkt wieder Fahrt auf. Doch an den heimischen Herstellern geht der Boom vorbei. Vor allem die Kleinwagen der ausländischen Konkurrenz sind gefragt. Eine Ausnahme ist VW.

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Dabei erfüllte sich die Erwartung, dass von der Prämie von 2500 Euro vor allem die auf kleinere und billigere Modelle spezialisierten ausländischen Autohersteller profitierten. Ihr Marktanteil sei im Februar auf 45 Prozent gestiegen, teilte der VDIK mit. Im Januar waren es 37 Prozent. (Hervorhebung von mir)

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Andere Marken wie Skoda, aber auch die Koreaner und Südeuropäer, haben höhere Zuwachsraten als wir.

Also danke liebe deutsche Autobauer! Es ist sehr sozial, dass ihr mit euren Steuergeldern Arbeitsplätze im Ausland sichert. Nun hoffen wir – vergeblich – dass eure Autos auch im Ausland besser verkauft werden. Werden sie aber nicht, da eure Chefs immer noch lieber fette Karossen bauen lassen, als kleine, schnittige Fahrzeuge, die sich auch an die wachsende Masse der Geringverdiener verkaufen lassen.

Nachtrag: Eben bei der Tagesschau gefunden:

Im Export hingegen sieht es alles andere als rosig aus: Die Ausfuhren deutscher (Anmerkung der Verfassers: PKW-)Hersteller brachen im Februar um 51 Prozent auf nur noch 202.000 Einheiten ein, erläuterte der VDA weiter.