Wichtig: Weniger kiffen!

Einerseits lese ich, dass immer mehr Bundesbürger ihre Vorbehalte gegen die Atomkraft ablegen, andererseits wird das Endlager ASSE versaut und aktuell haben gerade die Franzosen ein Problem mit der Anlage Tricastin bei Avignon. Dort sind 30m³ einer radioaktive uranhaltige Lösung ausgetreten und teilweise in die Kanalisation(!) gelangt.

Der Hammer kommt jetzt:

Die Gefahr für die Bevölkerung sei gering, sagte ein Sprecher der Behörde. Als Vorsichtsmaßnahme sei nun allerdings in drei Gemeinden die Wasserentnahme durch Privatleute und Bauern verboten. Auch der Verzehr von Fischen aus umliegenden Flussläufen ist vorerst nicht mehr gestattet. Auch die Bewässerung von Feldern mit dem Wasser ist ebenso untersagt wie Schwimmen und Wassersport.

schreibt der Spiegel. Und weiter:

Die Menge entspricht 30.000 Litern; in jedem Liter befinden sich den Angaben zufolge zwölf Gramm nicht angereichertes, schwach radioaktives Uran – insgesamt also 360 Kilogramm.

Aber alles harmlos. Mal sehen was passiert, wenn ich mit 360Kg schwach radioaktivem Material in Paris spazieren gehen würde…

Aber Atomkraft ist harmlos und wir sollten UNBEDINGT mehr Atomkraftwerke bauen (NICHT!!!!! machen)

Alle meine Bömblein

In Bezug auf Streubomben gibt es zwei Fraktionen: Diejenigen Länder, welche diese ablehnen und ächten, sowie die Herstellerländer (da stehen bestimmt nicht nur wirtschaftliche Interessen hinter, nein!). Nun ordnet das Pentagon – laut Spiegel – eine höhere Detonationsrate an. Anstelle von 60% bis 90% Sprenggarantie soll eine Detonationsrate von 99% erreicht werden. Aber dieses bitte erst nach 2018, wenn die derzeit in den Lagern befindlichen Streubomben auf dem „Feld der Ehre“ entsorgt wurde.

Für Afghanistan wurden der UN bis Anfang Januar 2002 von den Streitkräften der Allianz 1210 Einheiten Streumunition gemeldet, die bestückt mit 244.420 Bomblets gegen 78 von insgesamt 103 Zielorten eingesetzt wurden. (Quelle Wikipedia)

Rechnet man mit einer Detonationsrate von 80% (was legitim erscheint), liegen in Afghanistan 48.884 nicht detonierte Bomblets rum! Dies können 48.884 abgesprengte Kinderhände sein.

Dann fangen wir gleich, später, irgendwann, nie mal an

Der Spiegel berichtet über den G8 Gipfel und die weitreichenden (im wahrsten  Sinne des Wortes!) Entscheidungen, die dort getroffen wurde:

„Wir wollen mit allen Parteien in der UNFCC (Uno-Klimarahmenkonvention) die Vision teilen, (…), das Ziel einer Reduzierung der CO2-Emissionen um mindestens 50 Prozent bis 2050 zu erreichen.“

Na toll! Bis 2050! Und was passiert bis dahin? Bis dahin werden sich weiterhin die weltweit agierenden Konzerne die Rosinenstandorte herauspicken und dort produzieren, wo die Umweltzertörung steuerlich begünstigt ist, weil ja Arbeitsplätze geschaffen werden. Natürlich nur um der Menschheit (aka Aktionäre) etwas Gutes zu tun.

Es wird debatiert, Kaffee (Sake?) getrunken und man lässt sich vom Wahl-Volk feiern, da man (unwirksame) Entscheidungen getroffen hat.