Guantanomo und gerechte Prozesse

was soll man als aussenstehender Beobachter nur davon halten, wenn selbst US-Militäranwälte ihr Mandat niederlegen:

Aus Protest gegen die unfairen Prozessbedingungen ist ein US-Militäranwalt am Tribunal des Internierungslagers Guantánamo zurückgetreten. Nach Angaben des Anwalts, der im US-Militär den Rang eines Oberstleutnants bekleidet, halten die Offiziere bei Gericht entlastendes Material für einen Angeklagten zurück.

Quelle: Welt

Wenn ich mir nun vorstelle, dass es für unseren Überwachungsminister, den Herrn Schäuble, dass Grösste ist, den USA nachzueifern……….

Wenn zwei das Gleiche tun…

ist es noch lange nicht das Selbe. An diesen alten Spruch musste ich denken, als ich eben in der Welt las, dass der Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt sich über eine Lohnforderung von 8% echaufiert:

Die Forderung der IG Metall ist aber gewaltig überzogen. In dieser Branche gab es auch während der letzten Jahre bereits Realeinkommenszuwächse

Ach, es gab „Realeinkommenszuwächse“, also wurde durch die Tarifabschlusse tatsächlich mehr als nur der Inflationsverlust ausgeglichen? Na Herr Hundt, da können sich die Metaller aber freuen, dass diese nicht – wie die Manager und Vorstände mit ihren armseeligen Lohnzuwächsen – mit einem Reallohnverlust begnügen müssen. (Wer hier Sarkasmus findet, darf ihn behalten!)

Aber Hundt stellt auch fest:

Vor 20 Jahren war die Stimmung viel aggressiver und militanter. Ich erinnere mich noch gut an den siebenwöchigen Streik in meinem Unternehmen im Jahr 1984

Mag das eventuell auch daran liegen, dass sich – durch Massenentlassungen und Abwanderung der Firmen ins Ausland (Globalisisierung HURRA!)  – die Arbeitnehmer ängstlicher verhalten und dass vielleicht auch die Arbeitnehmervertreter mittlerweile viel zu sehr an ihre kleinen Vorteile gewöhnt haben, als dass sie sicvh noch trauen sich mit ihren Arbeitgebern anzulegen?

Man merkt: „Die Welt“ gehört dem Springer-Konzern

So wie die Bild „Zeitung“ lange Jahre die DDR nur als sogenannte „DDR“ bezeichnete, wird mal wieder Meinung gegen alles gemacht, was östlich vom Hartz (diesmal nicht „IV“) statt findet.

Wenn sich Nato-Truppen zusammenrotten um Krieg zu spielen, dann ist dies ein Manöver, dass Ausbildungsstände abtesten und das Zusammenspiel verschiedener Truppen und Truppenteile verbessern soll.

Wenn aber Mütterchen Russland ein Test von unterschiedlichsten Truppenteilen durchführt, wie kann man dies dann nennen? In „Die Welt“ hat man sich auf den Begriff: „Übungskrieg“ geeinigt.

Tja, bild dir eine Meinung – oder besser: Lasse dir eine machen, lasse dich subtil beeinflussen, so langsam Ganglie für Ganglie auf den richtigen Weg bringen.