Bevor Du heiratest, schau dir die Eltern an

Diesen Spruch schnappte ich einmal als Teenager auf. OK, die Aussage ist ungerechtfertigt, da sie beeinhaltet, dass ein Nachkomme nicht von den Fehlern der Altvorderen lernen kann. Ich gestehe, ich bin Raucher und sehr-sehr stolz darauf, dass meine beiden Töchter nicht dieser Sucht fröhnen. Die Grosse ist darüberweg und so wie die Kleine mit mir schimpft, besteht nur eine winzigste Gefahr, dass sie selbst mal irgendwann mit dem Inhalieren von Tabakrauch anfängt.

Aber DAS sollte gar nicht die Message dieses Eintrages sein. Ich kam – frag mich bitte keiner wieso – auf diesen Satz, als ich Leserbriefe der „Welt“ las. Wenn diese frontallobotomierte Leserschaft, die da online kommentiert, die Zielgruppe der Welt ist, sagt dies viel aus über die Ausrichtung dieser Zeitschrift. Denn eine Zeitschrift und ihrer Leser bilden in gewisser Weise eine Symbiose: Die Zeitschrift versucht exakt ihre Zielgruppe zu adressieren und die Zielgruppe dankt es mit dem Kauf der Zeitschrift und meist auch mit der Übernahme der Aussagen als „Wahrheit“.

Wenn ihr mal wirklich lachen wollt (oder euch gruseln), dann lest die Kommentare der Onlineausgabe der Welt: Wenn über Hartz-IV Empfänger, Menschen mit Migrationshintergrund und jedwede Bevölkerungsgruppe hergezogen wird, die man mittels des betreffenden Artikels gerade als „Opfer“ adressieren kann. Auch politische Parteien und ähnliche sind gern als Opfer auszumachen.

OK, ich gebe zu, ich tue dies hier auch gern und oft. Allerdings ist es meist auch eine Frage des Stils, wie man soetwas tut. Die Art, wie es die Welt-Leser tun, ist einfach nur …… bemerkenswert. Schaut rein und macht euch euer eigenes Bild.

Die neuen Terroristen: Fussballfans

Ich gebe zu, zu dieser Überschrift hat mich Fefe inspiriert, aber in meinen Augen trifft es den Kern der Sache/Tendenz.

Telepolis beschreibt sehr ausführlich und gut, die Vorfälle anlässlich eines Fussballspieles am 29. November zwischen Werder Bremen und Eintracht Frankfurt. Dieser Vorgang zeigt zwei gefährliche Tendenzen in Deutschland, was verschobene Selbstverständlichkeiten angeht:

  1. Glaube den Medien erstmal nichts
  2. Glaube den Aussagen der Polizei nicht
  3. Wer Fussballfan ist, ist potentielles Opfer der Polizeigewalt, denn für die Polizei ist jeder Fussballfan ein Gewalttäter

Wie schnell man bei einem Fussballspiel Opfer der Polizeigewalt werden kann, zeigt dieses Video:

Wobei ich mich frage, was für Handschuhe der Polizist da wohl trug, denn mit so einem „Wischer“ hat man typischerweise keinen Menschen zu Boden. Es sei denn….

Lest den Artikel bei Telepolis und überlegt euch, was ihr davon haltet.

Wobei ich hervorheben möchte, dass ich persönlich supernette Polizisten kennen gelernt habe und ich hier auch keinen „Alle Polizisten sind böse“ Thread starten will. Es sind sicherlich Einzelfälle, welche aber auf unterschiedlichen Ebenen (Hunderschaftsscherge, Einsatzleiter) unterschiedliche persönliche und politisch/gesellschaftliche Folgen haben. Es sollte jedem Staatsbeamten klar sein, dass sich das Ansehen seine Dienststelle über das Verhalten der Einzelpersonen definiert.

Aber wenn es in diesem Land weiter so geht, mit Vor- und Pauschalverurteilung, dann ist bald jeder Opfer der Telefonüberwachung. Wenn Staatsdiener schon „einfach so“ zuschlagen, dann ist das Abhören eines Telefons auch nicht mehr weit weg.

Hilfe Überfall!

Die Abkürzung für den ÜBERFALL ist Überflüssige Reihe von Unabhängigen Disketten. Dieser ÜBERFALL bedeutet definitionsgemäß das Subsystem für die Disketten.

Ich LIEBE automatische Übersetzungen. Der obige Blödsinn SOLL heissen:

The abbreviation for the RAID is Redundant Array of Independent Disks. This RAID by definition stands for the subsystem for the disks.

Wer sich schlapp lachen will, klicke HIER – Dank an Nils