Auch finanziell können wir Deutschen von Fukushima lernen

Energiekonzerne machen gewinne, grosse Gewinne, dennoch gibt es Dinge die in deren Etat nicht vorgesehen zu sein scheinen:

Der Betreiber des havarierten Atomkraftwerks im japanischen Fukushima hat staatliche Hilfe beantragt. Der Konzern brauche die Unterstützung, um die von dem Unfall Betroffenen zügig zu entschädigen.

„Es ist extrem schwierig, Mittel zu besorgen“, heißt es in der Stellungnahme, mit der Shimizu den Antrag auf Staatshilfe begründete. Tepco muss demnach allein rund 8,75 Milliarden Euro aufbringen, um die ausgefallene Stromproduktion in Fukushima über Öl-Kraftwerke aufzufangen.

Quelle FAZ. Ein weiterer Beweis, dass Gewinne privatisiert, Verluste solidarisiert werden.

Wie sieht denn die Rechnung für Deutschland aus? Haben EON, ENBW, RWE und Vattenfall genügend Rücklagen um die Kosten so eines Unglücks deckeln zu können? Ich meine wirklich alle Kosten! Oder sieht es auch bei uns so aus, dass die Aktionäre über all die Jahre ihre Dividenden gezogen haben (die Bildung von Rücklagen schmälert die Dividende!) aber im worst case der Staat (wir Bürger) zur Kasse gebeten werden.

Wetten nehme ich nicht an – es sei denn ich darf auf Staatshilfe tippen 🙂

9 Gedanken zu „Auch finanziell können wir Deutschen von Fukushima lernen

  1. Hier die Antwort, die Dich nicht erfreuen wird:
    „5,5 Billionen Euro. 5.500 Milliarden Euro. Es ist eine Zahl die fast unvorstellbar ist. Und doch gibt es sie: Sie ist der geschätzte wirtschaftliche Schaden den eine Kernschmelze in Deutschland anrichten würde.“ …
    „Und die Atomkonzerne müssen ihr Atomunfälle nur bis 2,5 Milliarden Euro versichern.“

    http://www.taz.de/1/zukunft/schwerpunkt-anti-akw/artikel/1/was-uns-die-atomkraft-kostet/

  2. Der „billige“ Atomstrom ist eine Mär aus dem Reich große Firmen, Militär und Staat.
    Also wie kann man glauben es käme billig?
    http://fdominicus.blogspot.com/2008/07/eine-andere-kleine-rechnung.html

    Und das was die CDU/FDP veranstaltet habe ich so beschrieben:
    http://fdominicus.blogspot.com/2010/08/ablasshandel.html

    Manchmal hilft es die Grundrechenarten und Zins und Zinsesrechnung zu beherrschen. Aber das ist offenbar für Delebets schon eine zu hohe Hürde. Da darf man sich über den einen oder anderen „verlorenen“ Doktor nicht wundern.

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