US-Finanzamt stellt asoziale Straftäter an den Web-Pranger

Schöne Überschrift, oder?

Die amerikanische Steuerbehörde IRS hat jetzt eine Liste veröffentlicht, auf der wegen Steuerhinterziehung verurteilte Kunden der schweizerischen Großbank UBS aufgeführt werden. Nicht nur ihre Namen werden da aufgelistet, sondern auch die genaue Beschreibung ihrer Vergehen und die Strafe, die sie kassiert haben. Jeder der belangten UBS-Konteninhaber hatte dabei mindestens eine Million Dollar vor dem US-Fiskus zu verstecken versucht.

schreibt der Spiegel und ich bin hin und her gerissen. Einerseits finde ich das super smart endlich einmal die wirklich Asozialen in EINER Datenquelle zusammen zu fassen. Andererseits gibt es auch noch etwas wie Menschenrechte. Obwohl: Haben Diebe, die das Volk (Steuerschuld) bestehlen, überhaupt DIESE Rechte gegenüber dem Volk? Hätte ich – als Steuerzahler – nicht das Anrecht zu wissen, welcher Deutsche Steuerzahler sich davor drückt, seinen Anteil an der Gemeinlast zu tragen?

6 Gedanken zu „US-Finanzamt stellt asoziale Straftäter an den Web-Pranger

  1. >Haben Diebe, die das Volk (Steuerschuld) bestehlen, überhaupt DIESE
    > Rechte gegenüber dem Volk?
    Ja! Haben sie, auch wenn es oft genug weh tut. Sonst sind wir nicht besser als Wilde oder paranoide US Amerikaner, die irgendwelche ‚Verdachtige‘ mal eben für ein paar Jahre in irgendwelchen Camps verschwinden lassen.

  2. Ich weiss ob der Rechte auch der Straftäter. Aber wenn man argumentiert, dass der Steuerbetrüger durch seinen Betrug jeden einzelnen Bundesbürger zum Opfer macht, hat das Opfer dann nicht eventuell ein Anrecht den Täter zu kennen?

    Ja, ich weiss alles windet sich gerade, aber diese Argumentation ist nicht gänzlich von der Hand zu weisen – oder?

  3. Eeeh … auch wenns weh tut, aber ich würde mich auch gegen den „Pranger“ aussprechen. Das Problem ist halt wie so oft „wo zieht man dann die Grenze?“.
    Das Volk ist per se ein blutrünstiger Mob und wenn man damit anfängt wirds nicht lange dauern bis öffentliche Datenbanken für andere Straftäter gefordert werden. Es würde mit Kinderschändern und Vergewaltigern losgehen und damit weitergehen, das der Chef Leute nicht einstellt, weil sie als Jugendliche mal ne Packung Kippen geklaut haben. Das Internet vergisst (im Gegensatz zum Bundeszentralregister) ja bekanntlich nichts.

  4. Die Amis haben ja eine etwas andere Straflogik als wir, die offensichtlich nicht sehr ergiebig ist… aber Kinderschänder und Sexualstraftäter werden heute bereits in Registern geführt und müssen mit Schildern durch die Strasse laufen sowie sich in neuen Nachbarschaften „vorstellen“ …. der Pranger ist in den USA insofern schon lange Realität. Sucht doch einfach mal selbst:

    http://www.familywatchdog.us/

    Da ist es nur konsequent den auch für Kapitalverbrecher einzusetzen, die immer die ersten sind die solche Strafen für andere fordern.

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