Man muss den Katholiken nur mal zuhören.

Die Katholiken sind genau so gefährlich wie alle Gläubigen und wie immer im Leben findet man in jeder Personengruppe auch ein paar „besonders überzeugte“.

Ich bin über ein Interview mit Andreas Püttmann gestolpert und bin nahezu entsetzt:

Michael Ragg: Herr Dr. Püttmann, „Christen sind nicht moralisch besser als nichtreligiöse Menschen“ sagte der Bischof von Erfurt, Joachim Wanke, Anfang des Jahres im Bundespressehaus. Das klingt sympathisch bescheiden – aber stimmt es auch?

Dr. Andreas Püttmann: Auch Bischöfe können irren, zumal wenn Sie unzureichend informiert sind. Die christliche Moral, die ja sogar eine eigene theologische Disziplin begründet, unterscheidet sich nicht unerheblich von den landläufigen Moralvorstellungen, und zwar nicht nur als Theorie, sondern auch faktisch. Es wäre doch seltsam, wenn die normativen Inhalte einer Religion, die das Innerste des Menschen berührt und, bei entsprechender Erziehung, von Kindesbeinen an prägt, keine Verhaltensrelevanz entwickelten. Wenn das ein Bischof behauptet, ist das nun wirklich eine Bankrotterklärung.

Natürlich sind Christen besser als alles andere auf diesem Planeten, nicht wahr. Man benutzt zwar heute nicht mehr den Begriff Herrenrasse, aber wir stellen uns als Christen ganz klar über alles was neben uns lebt. Denn es waren schliesslich Christen, die als Kreuzritter auszogen um im Namen des Herrn abzuschlachten. Und es ist der katholische Papst, der massgeblich die Verantwortung für die Ausbreitung von AIDS mitträgt,  da er jegliche Prophylaxe (Präservative) als Teufelswerk verbietet. Lieber schützt er englische Nazis oder deutsche Pädophile. Ohh ja, die Christen sind SOOO gut.

Wie verschissen arrogant können religiös Verwirrte in Deutschland eigentlich auftreten? Würde das ein Mensch aussagen, der im Koran liest, hätte er SOFORT den Verfassungsschutz am Arsch. Aber Christen dürfen sich selbst über andere stellen. Wer mal so richtig abkotzen will der sollte das Interview mit dem wissenschaftlicher Mitarbeiter der Konrad-Adenauer-Stiftung und „Leiter des Referats für die südwestdeutschen Hochschulen in der Deutschen Studentenförderung“ in den Katholischen Nachrichten lesen.

5 Gedanken zu „Man muss den Katholiken nur mal zuhören.

  1. In meinen Augen ist der Typ deutlich an seinem intellektuellen Horizont vorbei geschossen. Bislang dachte ich, verblendete dieser Qualität würde es eher im Vatikan oder den USA geben. Nun weiss ich: Sie sind unter uns. Ein gutes Gefühl macht mir das nicht gerade.

  2. Spinner, die sich auf Intelligent Design und den ganzen Zores berufen gibts hier auch genug. Der Unterschied ist, dass sie hier (noch) nicht so öffentlich in Erscheinung treten wie anderswo.

  3. Ich halte

    “Leiter des Referats für die südwestdeutschen Hochschulen in der Deutschen Studentenförderung”

    aber schon für gefährlich genug. Dazu wissenschaftlicher Mitarbeiter der Konrad-Adenauer-Stiftung….. Das ist nicht gerade das, was ich „Unwirksam im Hinterzimmer“ nennen würde.
    Gerade diejenige, die mit Einfluss im Hintergrund arbeiten sind die gefährlichsten Akteure.

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