Lesen darf man das

auch wenn – selbst wenn ich in Berlin wohnen würde – ich GANZ sicher nicht zur Siegessäule gepilgert wäre, so könnte man die Berlinrede des amerikanischen Präsidentschaftskandidaten Barack Obama doch archivieren. Schliesslich soll sie ja zukunftsweisend sein – auch wenn nach der Wahl dem typischen Poltiker sein Gerede von vor der Wahl am Allerwertesten vorbei geht.

Die Rede gibt es bei Nercore.

Sind es Geschichtsfälscher?

Zumindest hat es für mich den Anschein, wenn der CSU-Chef Huber (laut Spiegel)  mit den Worten:

„Das ist eine Sauerei!“, poltert Parteichef Erwin Huber via Münchner „Abendzeitung“. Wer so „standhaft“ für die deutsche Einheit gekämpft habe, „kann nur zu den Helden gehören“.

zitiert wird. Es geht – wen wunderts – um Franz Josef Strauss, dessen Bild bei Madame Tussauds neben Günter Guillaume als „Bösewicht“ veröffentlicht ist. Der Europaminister Bayerns Markus Söder (CSU) äussert sich:

Den britischen Historikern bei Madame Tussauds empfiehlt er einen Besuch in der FJS-Ausstellung der bayerischen Vertretung in Berlin: „Da können sie lernen, die Bedeutung von Franz Josef Strauß richtig einzuschätzen“

Ich kann da nur auf einen hier bereits geschriebenen Artikel hinweisen, in dem ich aufzählte, was der „Herr“ Franz Josef so alles auf dem Kerbholz hat. Vielleicht sendet die CSU-Generalsekretärin Christine Haderthauer ja auch diesbezügliche Unterlagen an das Wachfigurenkabinett, wenn sie zitiert wird:

Deshalb werde sie ihnen „zur Aufhellung ihres Geschichtsbildes die Erinnerungen von Franz Josef Strauß zukommen lassen“.

aber das wird naturgemäß von den CSUlern gern vergessen und liegt neben schwarzen Aktentaschen und vielen anderen Skandalen auf der Mülldeponie des Gewissens.

Tja, so sind sie, die CSUler, die auf dem Dorf nur gewählt werden, weil sie dort schon immer gewählt wurde. Erst der Großvater, dann der Vater, dann der Sohn. Das ist fast wie eine Familie in Italien.

Wir sind ja sooo sozial

und wir haben auch nichts gegen Menschen mit dauerhaft eingeschränkten Körperfunktionen.Wir sind alle Gutmenschen, sind sozial und helfen dem Mitmenschen. Doch ehrlich. Aber wenn da ein Blinder daherkommt, also DANN hört es ja echt auf. Soll der Blinde doch verhungern.

Tja, harte Worte, die ich hier formuliere, aber ein Artikel in der Hannoverschen Allgemeinen macht mich richtig sauer:

Jaqueline M. ist blind und hat ein Problem: Eigentlich darf sie mit ihrem Hund überall hinein – doch viele Geschäftsleute wollen davon nichts wissen. Die Geschichte einer Zurückweisung.

Hey, die ist „nur“ blind. (Das nur bezieht sich darauf, dass es körperliche Einschränkungen gibt, die für die Umwelt schwieriger zu integrieren sind. Aber diese Blinde hat tatsächlich Probleme ihre Einkäufe zu erledigen, da sie auf ihren Blindenhund angewiesen ist. Da möchte man doch glatt so einigen Einzelhändlern mal die Pest an den Hals wünschen. Ehrlich!

(Via Shopblogger)

Beim Shopblogger passiert sowas NICHT, davon bin ich wirklich überzeugt.