Alter Sack

Ja, so fühle ich mich manchmal. Zum Beispiel wenn ich in den Kommentaren lese, dass sich jemand über einen Roman von 1990 beömmeln kann, in dem von einer 30MB Festplatte die Rede ist.

Hey Festplatte, das war GENIAL! Als ich mit Computerei anfing gab es (für uns Normalsterbliche) noch gar keine Festplatten! Bevor denn ENDLICH ein dauerhaft beschreibbares Medium (eine Audiokasette, auf der ein Pfeifen die Bits und Byte darstellte) für uns zur Verfügung stand, war der häusliche Segen stets in latenter Gefahr. Was glaubt ihr was los war, wenn man damals von der Schule kam und Muttern hatte die vom Computer belegte Steckdose zum Staubsaugen benötigt. HASSSSSSSSS! Die Programmierarbeit vieler Stunden war dem Stromausfalltod gestorben. Hört mal ihr Perl und PHP-Frettchen: Damals wurde – von ECHTEN Kerlen (und Frauen – Huhu Barbara) – noch in Assembler programmiert, das musste man sich noch ernsthaft Gedanken machen WAS man WIE tut.

Als ich mir dann 1985 ENDLICH den Atari-ST (für mich natürlich der ST+!!) kaufte, da gab es kein halten mehr. 1 MEGABYTE Haupspeicher – direkt adressierbar! Wir konnten uns damals nicht vorstellen, dass es Programme geben wird, die in dieser FETTEN Kiste (Remember 68000?) nicht laufen würden. Aber wir hatten die Rechnung ohne die Programmierer gemacht, die immer fehlerbehaftetere Programme mit immer mehr unnützem Code schreiben werden. Damals wurde noch Zeit investiert um Programme nach Größe und Geschwindigkeit zu optimieren. Heute wird bei AMD/Intel und den diversen Speicherherstellern angerufen und gesagt: Unser neues Officeprogramm kommt bald raus, wir brauchen MEHR.

Nur Betrachtungen…
Und NICHT der Beginn eines Amiga-Atari Flamewars 🙂

Hoffnung

Seit dem 10.03.2008 ist mein heimatlicher DSL-Anschluss gestört – seit dem 23.04.2008 sprechen selbst Berufsoptimisten von einem Totalausfall. Sowas hat Vorteile, z.B. kümmert man sich deutlich intensiver um seine Sozialkontakte.

Nachdem die Telekom in den letzten 4 Wochen zwei verschiedene Kabelstränge von der Vermittlungsstelle zu meinem Wohnort wechselte (Info für Fachleute: Fremdspannung bis zu 90V – das ist deutlich viel), SOLLTE am letzten Montag EIGENTLICH alles wieder Paletti sein. Tja, Rechnung ohne den Murphy gemacht. Am Dienst ag rief mich mein (mittlerweile persönlicher!) Ansprechpartner von Hansenet um mir mitzuteilen, dass die Leitung (von ihm frisch durchgemessen) nun ASTREIN wäre, musste ich ihn bitten, meinen Festnetzanschluss anzurufen, um dies auch dem DSL-Modem mitzuteilen. Denn „syncen“ (für Nichtfachleute: Aufbau des Protokolls mit der Gegenstelle) wolle das Scheissteil nicht. Am Mittwoch wurde der Fall dann vor Ort nochmal von einem „Fachmann“ geprüft. Vernichtendes Urteil: Einsteckkarte in der Colocation (Wieder für Nichfachleute: Ort wo die grössere Technik der Telefongesellschaften steht – Mietfläche von der Telekom) abgeraucht. Diese wird am nexten Montag getaucht und dann SOLL ich ab Montag Abend wieder DSL haben (16Mbit/s – die Leitung ist ja nun ASTREIN).

Aber ich weiss schon was mich bei meiner derzeitigen Pechsträhne (NUR in dieser Beziehung, ansonsten bin ich derzeit Hans im Gück) am Montag Abend erwarten wird: Ich werde in die Strasse einbiegen WOLLEN, deren Adresse als Wohnsitz in meinem Perso eingetragen ist (Anmerkung für die Abstürzer unter euch: Perso ist dass, was man dem Taxifahrer zusätzlich zu dem 50€-Schein in die Hand drückt, wenn man „nach Hause“ lallt) – wo war ich in Gedanken, achso: Also, ich biege in die Strasse und werde von einem freundlichen Polizisten an der Weiterfahrt gehindert: „Feuerwehreinsatz“ und ich werde noch die letzten erfolgreichen Versuche der Feuerwehrleute beobachten können, meiner Elektronik mittels Wasserschaden den Garaus zu machen.

Drehe dich um und lächle, es könnte schlimmer kommen. Und ich drehte mich um und lächelte – und es KAM schlimmer.

Anmerkung für die Hobby-Psychs unter euch: Generell bin ich Optimist, nur DIESE Nummer ist echt voll-Murphy

Regelbetrieb

Nach einer Umbaupause am heutigen Vormittag und den damit verbundenen Störungen des Regelbetriebes (für die wir uns bei unseren wenigen LeserINNEn entschuldigen möchten), sollte nun der weitgehend störungsfreie Betrieb wieder hergestellt sein.

Leider lagen einige Arbeiten am Fundament (Apacheconfig) an, welche zu kurzfristigen Störungen führten.