Sind Al-Qaida Anschläge auf die USA ab sofort legitim?

Ich lese gerade in der FAZ folgende Zeilen:

Im Krieg sind gezielte Tötungen von feindlichen Führern ein erlaubtes Mittel der Kampfführung. Im bewaffneten Konflikt darf der Gegner auch getötet werden, während er wegläuft oder schläft. Aus Sicht der Vereinigten Staaten gibt es hier wenig Probleme, sehen sie sich doch in einer Art globalem Krieg gegen Al Qaida.

Die „Aufständischen“ in Afghanistan sind keine Zivilisten, sondern legitime Ziele, auch wenn sie nicht unmittelbar an Kampfhandlungen teilnehmen.

Aus obigem ergibt sich die Feststellung, dass die USA sich im Krieg mit Al-Quaida befinden und auch Sympathisanten der betreffenden Kriegsparteien ein legitimes Ziel von Angriffen sind. Auch wenn diese weglaufen oder schlafen. Sind also Bombenattentate gegen amerikanische Zivilisten ein probates Mittel? Sind all die Fahnenschwenker von Montag aktiv zu bekämpfende, anerkannte Kriegsteilnehmer?

Das Problem an Regeln ist, dass diese stets für alle Beteiligten gelten sollten. Und ich – als bekennender Anhänger des kategorischen Imperativs – sehe in Obigem so eine Schwachpunkte.

 

3 Gedanken zu „Sind Al-Qaida Anschläge auf die USA ab sofort legitim?

  1. Sind all die Fahnenschwenker von Montag aktiv zu bekämpfende, anerkannte Kriegsteilnehmer?

    Nach der Logik ja. Vom kategorischem Imperativ mal abgesehen. Wer immer noch dieses menschenverachtende Regime der Amerikaner unterstützt, über den könnte ich auch keine Träne weinen.

    Die Frage, die sich die Amerikaner stellen sollten ist nicht, warum bei ihnen Anschläge verübt werden könnten, sondern warum es so wenige in den letzten Jahren waren. An den Jubelorgien (auch von meiner Kanzlerin) konnte man jedenfalls wieder schön, wie dünn unsere Zivilisationsdecke doch ist.

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