Zusammenbruch des Pflege- und Betreuungswesens aufgeschoben!

Tja, nun wird es ernst. Die Lobbyisten von Krankenhäusern, Pflegediensten, Kindergärten und ähnlichen Betreuungsdiensten haben sich aber dann zum Schluss doch noch durchgesetzt:

Rückt das Ende der jahrzehntelangen Wehrpflicht näher? Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) will einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ zufolge künftig nur noch freiwillige Rekruten einziehen lassen. Die Wehrpflicht soll demnach zwar im Grundgesetz erhalten bleiben, würde aber praktisch ausgesetzt.

schreibt der Spiegel. Aber warum so lieblos mein Freiherr und Selbstverteidigungsminister? Warum nicht gleich das Grundgesetz ändern und Nägel mit Köpfen machen? Dieses Vorgehen riecht doch schwerstens nach versteckter Subvention. Der einzige Grund warum in solch liebloser Weise an der Wehrpflicht festgehalten wird ist doch der Ersatz- oder Zivildienst. Ohne Wehrpflicht haben diverse Institutionen keinen Zulauf mehr an diesen billigen Hilfskräften!

Wie durchsichtig so manches wird, wenn man 1 und 1 zusammen zählt …

6 Gedanken zu „Zusammenbruch des Pflege- und Betreuungswesens aufgeschoben!

  1. Die Wehrpflich hat auch andere Vorteile. Zum Beispiel, dass man mit einer dermaßen unausgebildeten Horde Wehrdienstleistender keinen Krieg vom Zaun brechen kann. Das sollte meiner Meinung nach so bleiben. Ein weiterer Vorteil ist die Durchmischung in der Bundeswehr. Eine reine Berufsarmee würde vielleicht viel zu viele Ja-Sager anziehen, die zur BW wollen, und nicht müssen. Oder es zieht Leute an, die nichts anderes als Broterwerb haben. Ich hab diesen Zustand bei der US-Army erlebt (ich war dort mal einige Wochen als Austauschsoldat stationiert). Als Obergefreiter konnte ich locker dem 1st Lieutenant das Wasser reichen. Und solche Leute sollen ein Land beschützen oder meine Freiheit am Arsch der Welt sichern (höhöhöhö). Ich gebe allerdings zu, dass das derzeitige Wehrpflichtsystem extrem unzeitgemäß ist. Eine Abschaffung der Wehrpflicht ist in meinen Augen gefährlicher, als man denkt.

    • @Ben:

      Ich bin inhaltlich bei dir, sehe die Probleme ähnlich.

      Der einzige Grund der für eine Berufsarmee spricht ist, dass man sehr viel Geld sparen könnte, da die Wehrpflichtigen heute eh nur noch als bessere „Putzlappen“ eingesetzt werden können.

      Was will man einem Wehrpflichtigen in 6 Monaten Wehrdienstzeit beibringen?

      Dann lieber prozentual weniger Leute (wie eine Verlosung) einziehen, aber länger dienen lassen.

  2. Eine kleine schlagkräftige Berufsarme ist bestimmt besser geeignet, die Freiheit Deutschlands (oder alternativ die Interessen der dt. Wirtschaft) im Ausland zu verteidigen. Das sollte man nicht unterschätzen. Und auch im Inneren schießt der eine oder andere Berufssoldat sicher viel eher als ein Wehrdienstleistender.

    Sicher wird der Zulauf aufgrund des weggefallenen Ersatzdienstes fehlen. Aber dafür haben wir doch einen wunderbaren und funktionierenden Billiglohnmarkt geschaffen, nicht wahr liebe SPD?! Und wenn es nach den Wünschen der CDU geht, wird auch der eine oder andere Hartz4er zum „Zivildienst“ gezwungen werden können. Passt doch alles wieder zusammen, oder?

    • @Olli:

      Wie eine Berufsarmee aussehen wird, kann man sich jetzt schon in den USA ansehen: Offiziere stammen meist aus „alten Soldatenfamilien“ während der einfache Soldat aus dem Slums kommt uns froh ist sich für ein bisschen Geld im Ausland die Gesundheit ruinieren zu lassen, bevor man dann – traumatisiert – Zuhause wieder in die Arbeitslosigkeit fällt.

      Während die Söhne der besitzenden Klasse am liebsten die Kevlar-Westen aus der Ausrüstung streichen würden, weil man damit noch ein paar Cent Einkommens- und andere Steuer sparen kann.

    • Das ist das Problem: Schlagkräftig. Gegen wen sollen wir als Deutschland denn kämpfen? Je weniger kampferprobte Soldaten vorhanden sind, desto weniger kann die Führungsrige in Wirtschaftskriegen verheizen. Wir brauchen unsre Freiheit nirgends zu verteidigen. Heutzutage braucht man im Grunde keine Armee, um irgendwo irgendwas zu verteidigen. Wer soll denn Deutschland bitteschön angreifen? Welche Großmacht? Die sind doch alle von uns abhängig. Und wenn uns keiner angreift, warum kämpfen wir im Ausland? Klingt nicht nach BundesWEHR. Nur meine unmaßgebliche Meinung 🙂

  3. Wenn es nach mir ginge, würde ich (beinah) alle Waffen und Waffensysteme durch Gerätschaften Und Lehrmaterial ersetzen, mit dem man tatsächlich Aufbauarbeit leisten könnte. Das wäre ein unmissverständliches Signal.

    @ben
    Wenig Soldaten sind meiner Meinung nach nur vermeintlich gut. Mit zunehmender Technisierung sinkt auch die Zahl der Soldaten vor Ort. Gibt doch Drohnen und so’n Zeug…

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