BP in Taka-Tuka-Land

Seit drei Tagen rauscht es nur so in den Medien: „BP hat es geschafft das Bohrloch im Golf von Mexiko zu verschliessen.“ Diese Meldungen taten dem Börsenkurs gut. Solange man eben die von BP veröffentlichten Meldungen glaubte.

Heute stürzt der Aktienkurs erneut ab. Anscheinend gibt es auf diesem Planeten nicht nur die Wahrheit der Konzerne. Die Zeit schreibt:

Präsident Obama fordert binnen Stunden Aufklärung: Im Golf von Mexiko sickert offenbar wieder Öl aus dem Meeresboden. BP zeigte sich überrascht.

Und ich frage mich: WAS überrascht BP? Das ihnen jemand auf die Schliche kommt? Denn die Möglichkeit, dass noch andere „Löcher“ vakant sind, ist nicht neu.

Der Konzern BP hatte die auf 48 Stunden angelegten Tests an der neuen Abdichtkappe am Samstag um weitere 24 Stunden verlängert. Am Sonntag gab BP dann bekannt, dass das Leck in 1500 Meter Tiefe bis auf weiteres geschlossen bleibe. „Im Augenblick gibt es kein Datum, wann das Bohrloch wieder geöffnet werden soll“, sagte Suttles. Doch nun scheint sich das Blatt wieder gewendet zu haben, obwohl die Tests im kilometerlangen Steigrohr ermutigende Signale lieferten. Falls das Problem anhalten und die Steigleitung dem Druck nicht standhalten sollte, müsse man das Leck wieder öffnen. Das müsse jedoch nach der aktuellen Situation entschieden werden.

schreibt die FAZ. Und ich sage: Herzlichen Glückwunsch. Wer kann, sollte die Nordseeküste schnell nochmal besuchen.

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