Lasst uns dem BP-Chef Tony Hayward danken

Es gibt Manager, die eine grosse Menge Energie investieren um gegenüber dem Mob, dem Pöbel zu verschleiern, wie arrogant sie sind und wie egal ihnen die Scheisse ist, die sie anrichten.

Aber Tony Hayward ist aus anderem Holz geschnitzt. Der kackt vor dem US-Kongress so RICHTIG ab, und verliert das Krisenmanagement. Was würde eine normaler Arbeiter – der die Verantwortung für Millionen Liter ausgelaufener, die Umwelt verschmutzendes Öl trägt – an seiner Stelle nun tun? Sich einschliessen? Bereuen?

Tony Hayward ist weit von dem entfernt – er tut, was man als Manager so tut, wenn man ein paar Tage frei machen kann:

Gerade war er aus dem Katastrophengebiet im Golf von Mexiko abgezogen worden, schon unternimmt BP-Chef Tony Hayward daheim in Großbritannien eine Segelregatta mit seiner Luxusyacht. (Süddeutsche)

Tja, so abgewichst muss man erstmal sein. Das Elend der Welt geht diesem Drecksack am Arsch vorbei – er hat schliesslich seine Yacht und vor England gibt es noch sauberes Wasser – so what?

Wir sollten Hayward dankbar sein, dass er uns eine Lektion erteilt, wie in Managerkreisen der Begriff skrupellos buchstabiert wird.

5 Gedanken zu „Lasst uns dem BP-Chef Tony Hayward danken

  1. Als ich diese Aufreger-Kampagne über Hayward gelesen habe dachte ich mir, daß es wieder alles perfekt läuft. Der Typ hat den Zorn auf sich gezogen, ist zum Symbol geworden… Jetzt hat BP ihn abgezogen, er erholt sich von dem wochenlangen Scheissjob auf seiner Yacht und die Medien regen sich immer noch auf. Was soll das? Wen kümmert was Hayward in seiner Freizeit macht? Ich schnall den Aufreger nicht… was der Mann in seinem Urlaub macht ist doch wohl seine Sache, oder? Vor allem wem hilfts wenn er traurig in seiner Villa sitzt und in seine jährlichen 2 Millionen Euro schneuzt und noch ein paar mehr geistlose Statements in Mikrophone labert?

  2. @Karm:

    Das Problem ist – in meinen Augen – dass er die Yacht von eben dem Ertrag kaufte, der das Unglück erst möglich gemacht hat.

    Die Menschen da unter krepieren durch den Einsatz von Ölbindemitteln und es wird unsere Natur massiv versaut, aber wenigstens für den BP-Chef hat es sich gelohnt.

    Ich rege mich nicht auf – ich bin für diese Transparenz-Kampagne dankbar 🙂

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