Wohin man schaut, nichts als Ausreden

Ich glaube Müntefering hat damals einen Satz gesagt, den wir niemals vergessen sollten: Es ist unfair Parteien an den Wahlkampfversprechen zu messen.

Ich frage mich, wie ich meinen Kindern Recht und Anstand vermitteln soll, wenn Wirtschaft und Politik sich nichtmal mehr an Versprechen halten und uns Wahlpöbel die Taschen vollügen dass sich die Balken biegen. Ich gebe zu: Ich bin bei der Bundeswehr versaut worden. Dort habe ich gelernt, dass man NIEMALS von einem Untergebenen etwas verlangen darf, was man selbst nicht in der Lage ist zu leisten. Ja liebe Politiker: Jetzt kommt ihr!

Die Arbeitgeber hoffen weiter auf den „großen Wurf“, doch die Koalitionäre steuern in eine andere Richtung. Auch die FDP ist sich über ihre Forderung nach einer umfassenden Steuerreform nicht mehr einig. „Bei näherer Betrachtung“ sei das staatliche Defizit doch größer als gedacht.

schreibt die FTD. Ach die armen FDPler, da machen sie Wahlkampf im Tal der Ahnunglosen, sitzen zwar im Parlament, haben Zugriff auf nahezu alle Informationen sind aber nach der Wahl – wenn sie selbst die Politik beeinflussen sollen – überrascht? Was für ein Sauhaufen!

Nicht dass man mich falsch versteht: Ich bin FÜR Steuern, auch für hohe Steuern. Allerdings muss die Steuerlast gerecht verteilt sein und der  Ertrag sinnvoll/wirksam eingesetzt werden. Was ich aber so GAR nicht abkann ist, wenn sich Menschen die für mein Glück und Unglück verantwortlich sind, sich so selten dämlich anstellen, wie unsere Politiker.

2 Gedanken zu „Wohin man schaut, nichts als Ausreden

  1. was ich ja immer noch interessanter finde ist die Tatsache, dass sowas immer noch zieht. Jeder, der auch nur zwei Tomaten zusammenzählen kann sollte in der Lage sein sich auszurechnen, dass eine Steuersenkung eben so wahrscheinlich ist wie die Landung der Ausserirdischen in Gnutz. Aber scheinbar ist ein Großteil dieses Volkes einfach wirklich geistig auf der Höhe des Fernsehprogrammes und der Blöd… Schade eigentlich.

  2. @Jenni:

    Naja, Steuersenkungen als solches kann man so oder so interpretieren: Entweder (nochmal – remember Lohnnebenkosten..) die Arbeitgeber entlasten, oder diesmal die Arbeitnehmer. Eine Reform ist ja zuallererst eine Änderung.

    Und was TV und Blöd angeht: Das ist gewollt. Das Volk SOLL eingelullt werden, dann ist es leichter manipulier- und steuerbar.

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