Bis wirtschaftliche Interessen uns scheiden

Tja, so – oder so ähnlich könnte man etwaige Naturschutzbekundungen der amerikanischen Regierung (speziell des Ich-hau-mal-auf-den-Bush Clans) ergänzen. Nachdem 1990 der Papa von George Double-U das bohren nach Öl in den US-Küstengewässern mittels Moratorium untersagte, hebt der Sohnemann eben dieses Moratoriumwieder auf. Ausserdem ist dem Spiegel zu entnehmen, dass

Bush forderte erneut auch eine Erlaubnis des Kongresses für Ölbohrungen in einem Naturschutzgebiet in Alaska und erhöhte Kapazitäten der US-Raffinerien.

Aber die freundschaftliche Bande zwischen der derzeitigen US-Regierung und den Öl- und Waffenmultis schafft es ja nicht dass erste mal, mit den Auswirkungen der Vetternwirtschaft in die Medien zu kommen.

Schon die Kids lernen: Arbeit lohnt nicht

Naja, wenn Papa die fette Asche nach Hause bringt, kann der Ableger natürlich machen was er will. Der darf Geld verdienen. Aber WEHE der Schüler – der sich nebenbei sein Taschengeld aufbessern will – hat das Pech, dass seine Eltern Leistungen nach Hartz-IV beziehen. DANN wird das Taschengeld/der Verdienst leider etwas dünner, denn als Zuwachs in der Bedarfsgemeinschaft wird der Verdienst angerechnet.

Die Hartz-IV-Gesetze liefern immer wieder Lehrstücke für Demotivation und Benachteiligung. Beispiel Ferienjob: Schüler, die in einem Hartz-IV-Haushalt leben, müssen ihr aufgebessertes Taschengeld den Einkünften der Eltern zurechnen lassen.

schreibt der Spiegel

Die Grossen jammern, die Kleinen leiden

Die Nachrichten sind voll von den Meldungen, wie sehr die Wirtschaft unter den Energiekosten leidet. Die Armen Aktionäre werden ihre Dividendenwünsche wohl anpassen müssen, oder es werden mehr Arbeitsplätze gestrichen.

Es sind aber auch echte, menschliche Schicksale betroffen, nämlich besonders die von den Einkommensschwachen in dieser unserer Bananenrepublik, deren Bundeskanzlerin sich eben nicht mit der Situation der unteren Kaste auskennt. Kein Wunder, von denen ist ja auch keiner in ihrem Golfclub.

Der Spiegel hat dankenswerter Weise die Arbeit gemacht und in diese Richtung recherchiert. Denn die „Kleinen“ leiden nicht nur unter den gestiegenen (und weiterhin steigenden) Energiekosten, sondern auch die Lebensmittelpreise schlagen bei dieser (nicht gerade kleinen Personengruppe) besonders heftig zu. Es macht eben ein Unterschied, ob die Faktoren „Energie“ und „Nahrung“ nur einen Prozent der monatlich zur Verfügung stehenden Kapitals , oder 90% ausmachen. Aber die kleinen Leute haben typischerweise keine Lobbyisten und Marketingabteilungen, sondern höchsten Sachbearbeiter bei der Arge 🙁