Analyse der TAZ-Leser und der Grünen

Die TAZ macht eine Umfrage zum Rücktritt Guttenbergs und das Ergebnis ist – zumindest für mich – erschreckend:

Umfrage Guttenberg RücktrittNochmal für euch, falls das für euch genau so unbegreiflich ist wie für mich:

82,9% der TAZ-Leser sind der Meinung mit dem Rücktritt Guttenbergs hat die Politik ein grosses Talent verloren.

wobei die Tendenz derzeit rückläufig. Waren nicht überwiegend Wähler der Grünen als TAZ-Leser bekannt? So wächst zusammen, was zusammen gehört: Grüne (die für mich schon immer die Partei der besserverdienenden FDP-Wähler war) und die Blender des 21sten Jahrhunderts.

Es ist zwar definitiv nicht repräsentativ, aber ich erlaube mir die Behauptung, dass viele TAZ-Leser Wähler der Grünen sind, und sich mit dieser Abstimmung abzeichnet, welche Art Wähler sich diese ehemalige alternative Umweltschutzpartei rekrutiert. Jutta Ditfurth hat mehr als nur recht.

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6 Antworten auf Analyse der TAZ-Leser und der Grünen

  1. David sagt:

    Eigentlich wollte ich jetzt ziemlich viel mit “Geschichte wiederholt sich” und “sprachlos trotz Befürchtungen” schreiben. Ich lasse es und genieße stattdessen einen sonnigen Tag, den ich für weitere Gedanken über persönliche Konsequenzen nutzen werde.

  2. daMax sagt:

    Leute, bitte nehmt doch diese Online-Umfragen nicht so furchtbar ernst. Was wisst denn ihr, in welchen Facebook-Gruppen dieser Link weiter gepostet wurde? Wenn so eine Umfrage einmal in fefes Blog gepostet wurde, sieht die Sache ruck-zuck wieder anders aus.

    Wenn natürlich hier ein Link zur Umfrage wäre, könnte man viel leichter weiter verlinken ;)

  3. David sagt:

    Max, du hast natürlich insofern Recht, als ich selbstverständlich weiß was ich von solchen Umfragen zu halten habe (schreibe ich ja auch). Aber schon alleine die Tatsache, daß es überhaupt Leute mit dieser Denke gibt, ob nun zehn oder zehn Millionen, reicht für das Urteil “nix gelernt” doch dicke aus.

    Und, schlimmer: Mach doch mal die Ohren in deinem Umfeld auf. Nicht in deiner selbst gewählten “Beziehungsgruppe”, sondern gegenüber den Leuten, mit denen Du (mit oder ohne guten Grund) eher nichts oder nur gezwungenermaßen zu tun hast. Ich sitze mit solchen Leuten täglich gezwungenermaßen zusammen. Diese Leute sind der repräsentative Durchschnitt dieser Gesellschaft: Sie sind das, was man “Mittelschicht” nennt, haben HausFrauKind, Abstiegsängste und trauen der Politik keinen Millimeter mehr über den Weg und, jetzt kommt’s: Gerade DESWEGEN finden sie Blender wie den Baron ganz furchtbar toll. “Der wenigstens zu seinen Fehlern steht.” Und auch das Gefasel von Fefe (“argumentativ auseinandernehmen”) – sorry: Frommer Wunsch, der eher “unsere” Breitenferne belegt. Solchen Leuten KANNST-DU-NICHT argumentativ kommen. Oder, ok: “Du” weiß ich nicht, MIR gelingt das jedenfalls nicht. Kann ja auch an mir liegen.

    Naja. Ich will ja niemanden mit meiner Meinung anstecken, aber ich fühl mich nach solchen Begegnungen regelmäßig wie Don Quichote. Man kann Kämpfe nur mit Waffengleichheit gewinnen, aber dafür fehlen zumindest mir leider die Millionen und der gute Draht zu Diekmann und Liz Mohn. Sorry. :-(

    • daMax sagt:

      Ich weiß was du meinst. Klar kenne ich das ohnmächtige Gefühl, an Leute argumentativ nicht (mehr) ran zu kommen. Ganz schlimm wird es, wenn man mit ansehen muss, wie jemand, den man zumindest nicht für ganz bekloppt hielt, plötzlich zum offiziellen Sprachrohr der “Gegenseite” wird. Sogar ein Buch veröffentlicht dazu. Ist mir gerade passiert und das ist echt ein ekliges Gefühl. Naja, ich such mir dann eben andere Leute zum Diskutieren. Das mag ein Blasendenken sein, ich weiß. Aber wenn man ständig versucht, mit Leuten zu diskutieren, mit denen man eh nicht sinnvoll diskutieren kann, wird man depressiv und doof im Kopp ;)

  4. Schtuef sagt:

    I smell trolls ! (In der Umfrage)

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