Verunglimpfen anstelle von Argumentation. MdB Uhl zeigt was er kann

Dr. Hans-Peter Uhl (CSU) zeigt argumentativ was in ihm steckt, wenn er sich auf Abgeordnetenwatch zum Thema äussert:

Für mich steht jedoch fest, dass z.B. das Freiheitsrecht eines Kindes, nicht sexuell missbraucht und Pädophilen zur Schau gestellt zu werden, um einiges höher zu bewerten ist als eine verabsolutierte „Freiheit des Internets“ oder anderes dummes Geschwätz. Die ganze pseudo-bürgerrechtsengagierte Hysterie von Pseudo-Computerexperten, man müsse um jeden Preis ein „unzensiertes Internet“ verteidigen etc. – vgl. www.ccc.de -, fällt für mich in die Kategorie: juristisch ohne Sinn und Verstand und moralisch verkommen.

Da weiss man doch, dass man gut vertreten ist: Sachargumente fallen flach, man versucht schlicht die argumentative Gegenseite zu verunglimpfen und stellt weiterhin Behauptungen auf. Aber was will man von einem Rechtsanwalt 8einem studierten Menschen…) erwarten?

Es handelt sich bei diesen Inhalten um ein so schweres Verbrechen, dass gegenüber den aktuell diskutierten staatlichen Gegenmaßnahmen jede Rede von ´Zensur´ oder ´Freiheitsbeschränkung´ pervers ist.

Soll heissen: Jeder, der sachlich gegen die angestrebten Massnahmen diskutieren möchte ist per se ein Perverser. SO kann man das auch machen.

Via Fefe… 🙁

LANGSAM bekommt Frau von der Leyen auch medialen Gegenwind (Update 2)

In der Süddeutschen bekommt Frau von der Leyen von dem Pressesprecher der 1&1 Michael Frenzel eine wunderschöne Wahrheit an den Kopf geworfen:

Michael Frenzel: Wir haben Frau von der Leyen gesagt, wenn die Bundesregierung meint, dass solche Sperren wirkungsvoll sind, werden wir sie selbstverständlich unterstützen. Wir haben dann das Familienministerium bei der technischen Umsetzung beraten. Wir haben aber auch gesagt, dass wir uns daran ohne eine gesetzliche Grundlage nicht beteiligen werden – die Sperren stellen einen Eingriff in die Grundrechte dar. Wir sind bestürzt, dass das Familienministerium nun behauptet, wir seien aus den Verhandlungen ausgetreten. Richtig ist, dass unser Vorstandsvorsitzender noch am 4. März Frau von der Leyen ein Vertragsangebot gemacht hat.

sueddeutsche.de: Wie kommt das Familienministerium dazu?

Frenzel: Wir haben offen Kritik an der mangelnden Konsequenz dieser Sperren geübt: Das Familienministerium geht damit nicht strafrechtlich gegen Täter und Anbieter von Kinderpornographie vor. Es schiebt lediglich einen seidenen Vorhang vor die Opfer, anstatt das Übel an der Wurzel zu bekämpfen. Wegen unseres Widerstandsgeistes hat uns jetzt die strafende Hand der Familienministerin getroffen.

Erstmal: Hut ab vor soviel „Arsch in der Hose“, so deutlich mit der Wahrheit rauszukommen. In den Kommentaren zu diesem Artikel zeigt sich, dass dieses standhafte (und in meinen Augen vernünftige) Verhalten, sich positiv auf die öffentliche Wahrnehmung des Unternehmens auswirkt. Mutig aber geschickt, wenn dies Marketing sein soll – wovon ich NICHT ausgehe.

LANGSAM bekommt Frau von der Leyen auch medialen Gegenwind (Update 1)

Auch der Fokus kommt nun langsam dahinter, dass die Frau Familienministerin wohl in der Vergangenheit etwas blauäugig ihr „Produkt“ Internetsperre beworben hat. So sind jetzt auf dem Onlineangebot des Focus Sätze zu lesen wie:

Ein wesentlicher Punkt des Sperrkonzepts der Bundesregierung ist die Idee des Stopp-Servers, auf den die Nutzer umgeleitet werden. Er soll nicht nur die Internetnutzer informieren, dass auf der aufgerufenen Web-Seite kinderpornografisches Material liegt und diese deswegen gesperrt wurde – er dient auch als Datenquelle für weitere Ermittlungen.